Es waren Zehntausende, die tanzend und glitzernd kostümiert, unter anderem dem Aufruf des von Kulturschaffenden getragenen Vereins „Die Vielen“ gefolgt sind, um gegen die Großdemonstration zu protestieren, zu der die AfD unter dem Motto „Zukunft für Deutschland“ bundesweit aufgerufen hatte.
Zehntausende kamen, um gegen die AfD zu demonstrieren.
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Insgesamt gab es 13 Gegendemos. So zogen zum Beispiel unter dem Motto „AfD wegbassen“ Tausende, begleitet von Musik-Trucks, durch die Innenstadt. Veranstaltet wurde die Demo von Clubbetreibern, die ihre Partygänger aufgefordert hatten, sich aus den Clubs auf die Straße zu bewegen, um draußen zu feiern und zu demonstrieren.
Andere AfD-Gegner demonstrierten mit Booten auf der Spree. Die Haupt- und Nebenstraßen rings um das Regierungsviertel waren mit demonstrierenden Menschenmassen gefüllt. Die zahlreichen Gegendemonstranten skandierten viele unterschiedliche Sprüche – zum Beispiel „Nazis raus“ oder „Ganz Berlin hasst die AfD“.
Die Führungsspitze der AfD war ebenfalls komplett angetreten.
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Seit Wochen hatten beide Seiten nach Berlin mobilisiert. Die Gewinner dieses Mobilisierungswettbewerbs waren am Sonntag eindeutig die Gegendemonstranten: „Es waren deutlich über 25.000“, sagt Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Die Gegenprotestler behaupten, dass es sogar über 70.000 auf den Straßen waren.
Die AfD spricht von 5000 Teilnehmern bei ihrer Demonstration. Das deckt sich laut Neuendorf auch mit der Zählung der Berliner Polizei. Die Berliner Polizei, die von neun Bundesländern und der Bundespolizei unterstützt wurde, setzte etwa 2000 Beamte ein, um beide Seiten voneinander zu trennen und um Straßenblockaden aufzulösen.
An der Siegessäule trafen sich Demonstranten, die aus der Clubszene stammen.
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Am Leipziger Platz benutzte sie Pfefferspray, als Demonstranten versuchten, eine Absperrung zu durchbrechen. Auf der Straße des 17. Juni zündeten linksextremistische Demonstranten einen geparkten Mercedes an. Und an der Friedrichstraße wurden zwei brennende Müllcontainer auf die Fahrbahn geschoben.
Bis zum Abend blieb es nach Angaben der Polizei jedoch größtenteils friedlich. Dabei war im Internet seit Wochen gegen die AfD mobilisiert worden, es gab zahlreiche Aufrufe und sogar „Blockade-Trainings“, um die von der Polizei genehmigte Route der AfD-Demonstranten zu blockieren. Es gab Aufrufe zu „dezentralen Aktionen“ und mit „kreativen Aktionen im Großraum Mitte Chaos zu stiften“.
Die AfD hat die „Faxen dicke"
Schon im Vorfeld wurden Sympathisanten und Teilnehmer, die mit Bussen anreisten, angegriffen. So bewarfen Linksradikale in Leipzig einen Bus bei der Abfahrt nach Berlin mit Pflastersteinen und Farbbeuteln. Für die 50 Insassen war die Fahrt zu Ende. Aus Anlass der AfD-Demo verübten Unbekannte seit mehreren Tagen unter dem Motto „Chaos statt AfD“ Farbanschläge auf Häuser, in denen AfD-Bezirkspolitiker wohnen und beispielsweise die „Konservative Bibliothek“ in Charlottenburg.
Das hielt die AfD-Demonstranten nicht ab: Kurz nach 12 Uhr war der Washington-Platz am Hauptbahnhof tatsächlich voll von AfD-Mitgliedern und ihren Anhängern. Auf Plakaten stand: „Zeit für eine Wende“, „Wir sind das Volk“, „Faxen dicke“.
So manche Schönheit machte deutlich, was sie auf keinen Fall möchte.
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Vor Beginn der Kundgebung sagte Andreas Kalbitz, AfD-Chef in Brandenburg zum KURIER: „Es gibt keinen konkreten Anlass, dass wir an diesem Tag demonstrieren. Es ist immer der richtige Zeitpunkt, gegen Merkels völlig verfehlte Politik zu demonstrieren.“ Die Europa-Abgeordnete Beatrix von Storch sagte: „Heute ist ein Schicksalstag für Deutschland, und die Frage lautet: Freiheit oder Islamisierung?“
Christoph Berndt vom Verein „Zukunft Heimat“, der in Cottbus seit fast einem Jahr Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung veranstaltet, forderte „eine geistige Wende und ein Ende der unkontrollierten Masseneinwanderung“.
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