Teile der Wache wurden 1880 errichtet. Eine Sanierung tut not!
© Bernd Friedel Lizenz
Wehrleiter Thomas Wache mit dem „Tor des Anstoßes“: Zwei Mann müssen es bei Wind sichern, damit die Wagen zum Einsatz überhaupt aus der Garage fahren können.
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Wasserrohre und Stromleitungen stammen teils aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs.
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Franziska (12) in der Ekel-Umkleide: Feuchte, schimmlige Wände direkt neben den Spinden, in denen die Feuerwehr ihre Uniformen lagert.
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Seit vielen Jahren kämpft die Freiwillige Feuerwehr von Alt-Biesdorf um eine Generalsanierung ihrer Wache. Bislang vergeblich. Statt generalsaniert, wird hier nur notdürftig geflickt, wie der KURIER vor Ort feststellen musste. Vor schimmlige Wände im Büroraum wurden etwa Holzvertäfelungen und Rigipsplatten montiert – frei nach dem Motto „Was man nicht sieht, ist nicht da“. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.
„Eines der größten Probleme ist das Tor“, erklärt Wehrleiter Thomas Wache (44). Immer wenn bei Alarm die Feuerwehrwagen ausrücken, müssen extra zwei Mann das schwere Metalltor sichern. Der Grund: Das Tor wurde zwar saniert – schildbürgerähnlich, allerdings. Hat man doch einen Türstopper montiert, der gerade mal eine normale Wohnungstür sichern würde. Für das riesige Metalltor ist er aber zu schwach.
Gesundheitsgefährdend ist der Horror im Umkleideraum: feuchte, schimmlige Wände und brökelnder Putz. Diesmal aber nicht versteckt. Und das, obwohl sich hier auch Kinder umziehen – wie Jungfeuerwehrfrau Franziska. Die zwölfjährige Freiwillige wünscht sich: „Dass wir ganz rasch eine Lösung finden.“
Das fordert auch Thomas Wache. Allerdings ist er nach Jahrzehnten „rein kosmetischer“ Reparaturen etwas desillusioniert. Seine Skepsis ist verständlich. Auch in Anbetracht der Gartenmauer, die so nah am Einsturz ist, dass man ihretwegen beinahe den Tag der offenen Tür absagen musste. Wegen Allgemeingefährdung.
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