Risse und Schimmel

Die Gammel-Feuerwehr von Biesdorf

Das Haus der Retter ist selbst ein Fall für die Retter!

Lisa Steiner
Lesezeit 2 Min
Teile der Wache wurden 1880 errichtet. Eine Sanierung tut not!

Teile der Wache wurden 1880 errichtet. Eine Sanierung tut not!

© Bernd Friedel Lizenz

Teile der Wache wurden 1880 errichtet. Eine Sanierung tut not!

Teile der Wache wurden 1880 errichtet. Eine Sanierung tut not!

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Wehrleiter Thomas Wache mit dem „Tor des Anstoßes“: Zwei Mann müssen es bei Wind sichern, damit die Wagen zum Einsatz überhaupt aus der Garage fahren können.

Wehrleiter Thomas Wache mit dem „Tor des Anstoßes“: Zwei Mann müssen es bei Wind sichern, damit die Wagen zum Einsatz überhaupt aus der Garage fahren können.

© Bernd Friedel Lizenz

Wasserrohre und Stromleitungen stammen teils aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs.

Wasserrohre und Stromleitungen stammen teils aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs.

© Bernd Friedel Lizenz

Franziska (12) in der Ekel-Umkleide: Feuchte, schimmlige Wände direkt neben den Spinden, in denen die Feuerwehr ihre Uniformen lagert.

Franziska (12) in der Ekel-Umkleide: Feuchte, schimmlige Wände direkt neben den Spinden, in denen die Feuerwehr ihre Uniformen lagert.

© Bernd Friedel Lizenz

Seit vielen Jahren kämpft die Freiwillige Feuerwehr von Alt-Biesdorf um eine Generalsanierung ihrer Wache. Bislang vergeblich. Statt generalsaniert, wird hier nur notdürftig geflickt, wie der KURIER vor Ort feststellen musste. Vor schimmlige Wände im Büroraum wurden etwa Holzvertäfelungen und Rigipsplatten montiert – frei nach dem Motto „Was man nicht sieht, ist nicht da“. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

„Eines der größten Probleme ist das Tor“, erklärt Wehrleiter Thomas Wache (44). Immer wenn bei Alarm die Feuerwehrwagen ausrücken, müssen extra zwei Mann das schwere Metalltor sichern. Der Grund: Das Tor wurde zwar saniert – schildbürgerähnlich, allerdings. Hat man doch einen Türstopper montiert, der gerade mal eine normale Wohnungstür sichern würde. Für das riesige Metalltor ist er aber zu schwach.

Gesundheitsgefährdend ist der Horror im Umkleideraum: feuchte, schimmlige Wände und brökelnder Putz. Diesmal aber nicht versteckt. Und das, obwohl sich hier auch Kinder umziehen – wie Jungfeuerwehrfrau Franziska. Die zwölfjährige Freiwillige wünscht sich: „Dass wir ganz rasch eine Lösung finden.“

Das fordert auch Thomas Wache. Allerdings ist er nach Jahrzehnten „rein kosmetischer“ Reparaturen etwas desillusioniert. Seine Skepsis ist verständlich. Auch in Anbetracht der Gartenmauer, die so nah am Einsturz ist, dass man ihretwegen beinahe den Tag der offenen Tür absagen musste. Wegen Allgemeingefährdung.

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