Die Tage werden zwar wieder länger, die Temperaturen aber trotzdem kälter - und die Stimmung immer schlechter. Wie jedes Jahr überfällt viele von uns pünktlich nach dem Jahreswechsel der große Frust. Mediziner haben einen Namen für diese Weltuntergangsstimmung: Winter-Blues - auch Saisonal Abhängige Depression (SAD) genannt.In Deutschland sind etwa 10 Millionen Menschen von dieser berühmten Herbst-Winter-Depression betroffen, darunter vor allem Frauen (3-mal mehr als Männer!).Charakteristisch für den Blues: ein übersteigertes Schlafbedürfnis, Heißhunger auf Süßigkeiten, ausgeprägte Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwierigkeiten.Schuld am winterlichen Frust ist vermutlich der Mangel an natürlichem Tageslicht und die geringere Lichtintensität. Durch die reduzierte Sonneneinstrahlung während der Wintermonate produziert der menschliche Körper weniger "Stimmungshormone" und schüttet somit auch weniger vom "Glückshormon" Serotonin aus. Auf der anderen Seite bewirkt die Dunkelheit eine vermehrte Produktion des Schlaf-Hormons Melatonin. Die Folgen: ein ungünstiger Hormoncocktail, der uns missmutig, müde, lustlos und schlapp macht. In besonders schweren Fällen würden die Betroffenen am liebsten die gesamte kalte Jahreszeit unter der Bettdecke verbringen. Mit Schokolade und Keksen und garantiert jeder Menge Taschentücher. Medizinische Studien haben nämlich gezeigt, dass Winter-Blues-Patienten deutlich häufiger erkältet und angekränkelt sind. Zahl und Leistung der Killerzellen des Immunsystems sinken nämlich rapide, sobald wir psychisch nicht gut drauf sind.Doch finden Sie sich nicht ab mit diesem saisonalen Stimmungsloch! In den meisten Fällen können Sie selber etwas gegen die trübe Stimmung tun.Unsere acht Tipps zeigen, wie Sie garantiert wieder Licht ins Dunkel bringen!------------------------------8 Wege raus aus dem Winter-Tief: So hellen Sie trübe Tage auf!1. Suchen Sie das Licht...Wenig Tageslicht und mangelnde Glückshormone gelten als Hauptauslöser für den Winter-Blues. Deshalb: raus an die frische Luft, wann immer es geht. Schon zwanzig Minuten täglich genügen, um ausreichend Tageslicht zu tanken - und dem winterlichen Serotonin-Mangel zu trotzen. Und das bei jedem Wetter! Wichtig ist nur, dass es hell ist - ob die Sonne dabei scheint, ist egal.Auch das Licht eines Regentages hat noch genügend stimmungsaufhellende Wirkung. Es wird über die Augen aufgenommen und direkt ins Gehirn transportiert.Übrigens: Der Gang ins Solarium hilft über den Blues nicht hinweg, denn auf der Sonnenbank werden die ultravioletten Lichtstrahlen nur über die Haut aufgenommen. Die "Gute-Laune-Produktion" startet aber erst dann, wenn Licht über die Augen aufgenommen und ins Gehirn transportiert wird.2. Laufen Sie der schlechten Laune davonTreiben Sie Sport! Ob Joggen, Radfahren, Walken, Wandern - Gymnastik im Wohnzimmer, Skifahren in den Bergen oder Schlittschuhlaufen im Eisstadion: auch im Winter bieten sich genügend Möglichkeiten, sportlich aktiv zu werden. Damit tun Sie nicht nur Ihrer Figur einen Gefallen, sondern auch Ihrer Laune. Aktivität wirkt nämlich stets anregend, steigert das Wohlbefinden und sorgt für die Ausschüttung von jeder Menge Glückshormonen.3. Machen Sie es sich gemütlichDie Anti-Frust-Formel ist ganz einfach: Je ungemütlicher es draußen ist - desto gemütlicher sollte es drinnen sein. Machen Sie Ihre Wohnung deshalb umgehend winterfest. Mit Kissen, Decken, Duftkerzen, winterlicher Dekoration. Dazu noch ein Paar neue Wollsocken, die perfekte Wohlfühlklamotte und rauf auf die Couch, wann immer Ihnen danach ist! Sie werden sehen: aus der gemütlichen Sofa-Perspektive sehen die verregneten Nachmittag nur noch halb so trüb aus!4. Essen Sie sich winterfitDie richtige Ernährung kann uns gegen das winterliche Stimmungstief immunisieren. Eisenhaltige Nahrung hält uns fit, leistungsfähig und sorgt für gute Konzentration. In Roter Bete, Nüssen und Rosenkohl ist zum Beispiel viel Eisen. Magnesiumhaltiges Essen beugt Stress vor und hält uns in der Balance. Vor allem in Milch- und Vollkornprodukten, in Bananen und Geflügel ist viel Magnesium. Für garantiert gute Laune sorgt auch die Jodbombe Fisch: Jod mobilisiert nämlich die Schilddrüsenfunktion und regt den Zellstoffwechsel an - ein absoluter Energieschub für den Körper. Einen schnellen Glückskick liefern auch Chili und Pepperoni, die durch ihre Scharfmacher Capsaicin schnell Endorphine freisetzen.Und nicht zu vergessen: Schokolade. Der süße Snack hellt bekanntlich die Stimmung auf, weil er die Produktion des Glückshormons Serotonin im Körper fördert. Trotzdem nicht übertreiben.5. Suchen Sie gute GesellschaftDie trüben Wintermonate bieten sich geradezu an, um den Freundeskreis zu pflegen. Verabreden Sie sich regelmäßig zu netten Teestunden, wühlen Sie sich mit Ihren Freundinnen durch den Winterschlussverkauf - oder veranstalten Sie sonntägliche Spieleabende. Und selbst, wenn keine Ihrer Bekannten Zeit hat, müssen Sie nicht alleine vor sich hinfrusten. Gesellschaft kann auch ein gutes Buch - oder ein neues Hobby leisten.Haben Sie eine kreative Ader? Dann basteln, stricken oder kochen Sie doch einmal gegen den Frust an. Sie werden sehen: so schnell sind die trüben Tage noch nie verflogen.6. Bekennen Sie FarbeTrotzen Sie den trüben Tagen, indem Sie Farbe in Ihr Leben bringen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Garderobe nicht zu grau wird. Ein knalliges Accessoire oder ein farbenfrohes Detail genügen schon, um die Stimmung zu heben.Und: vielleicht wollten Sie doch schon immer das Bad neu streichen oder die alte Kommode im Flur lackieren. Dann ist jetzt genau die richtige Zeit!7. Denken Sie an andereSie stecken im Wintertief? Dann lenken Sie sich ab, indem Sie Ihre Probleme für einen Moment vergessen - und sich um die Sorgen und Nöte Ihrer Mitmenschen kümmern. Helfen Sie der alten Nachbarin mit den schweren Einkäufen - oder engagieren Sie sich in karikativen Einrichtungen. Dabei werden Sie sich nicht nur nützlich fühlen sondern auch Ihre eigenen Sorgen und Probleme relativieren.8. Beißen Sie die Zähne zusammen!Hören Sie auf, die Tage zu zählen, bis endlich wieder Frühling ist! Es ist Januar - das neue Jahr erst wenige Tage alt. Statt rumzufrusten sollten Sie sich auf die nächsten Wochen freuen! Auf Winterspaziergänge und gemütliche Kuschel-Sonntage auf der Couch. Und trotzdem wird hin und wieder mal die Laune sinken - aber das muss kein Weltuntergang sein! Wissenschaftlich gesehen ist der deprimierendste Tag ein Montag... Sie wissen es. Also Kopf hoch und Zähne zusammenbeißen! Der nächste Frühling kommt bestimmt. Irgendwann.------------------------------Winter-Blues - Die SymptomeSchlafstörungen Sie sind chronisch müde, haben Einschlaf- und Duchschlaf-Schwierigkeiten - und fühlen sich selbst nach 12 Stunden Schlaf komplett gerädert.Energielosigkeit Arbeiten? Undenkbar! Sie befinden sich in einem inneren Lähmungszustand und selbst angenehmere Beschäftigungen sind Ihnen ein Graus.Heißhunger Chips, Cola, Kuchen, Kekse - kein Snack kann Ihnen zu süß und zu kalorienhaltig sein!Trübsinnigkeit Sie sehen alles Schwarz. Keiner liebt Sie und Sie lieben niemanden. Sie fühlen sich klein, unbedeutend und haben zu nichts Lust.Soziale Unlust Freunde treffen oder ans Telefon gehen? Der reinste Horror. Sie wollen sich nur unter Ihrer Bettdecke verkriechenAngstzustände Selbst Ihr ganz normales Alltagsprogramm überfordert Sie plötzlich und versetzt Sei in Panik.Libido-Verlust Ihre absolute Unlust erstreckt sich auch auf das heimische Bett und Ihren Liebsten.Gemütsschwankungen Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt - und das im Minutentakt.------------------------------
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