Die City-West geht in die Luft

Drink mit Ausblick

Im „Upper West“ an der Kantstraße entsteht eine Skybar in 110 Meter Höhe.

Elmar Schütze
Lesezeit 3 Min
Die großen Fenster gewähren einen grandiosen Blick in alle Richtungen.

Die großen Fenster gewähren einen grandiosen Blick in alle Richtungen.

© dpa

So fehlen noch Büroräume im 118 Meter hohen Turmgebäude, in dem die Billighotelkette Motel One seit April Zimmer auf 18 Etagen vermietet. Aber auch Einzelhandelsflächen im benachbarten Riegelgebäude sind erst zu 40 Prozent belegt. Und es fehlt – sozusagen on the Top – die Skybar im 33. Stock.

Direkt unterm Technikgeschoss steht eine komplette Etage zum Ausbau bereit: Im Rohbau ist sie 1000 Quadratmeter groß, die Decke sechs Meter hoch, bodenhohe Fenster ermöglichen einen Blick in alle Richtungen aus 110 Meter Höhe über der Stadt. Doch noch kann man sich dort keinen Longdrink genehmigen.

Welches Konzept passt?

„Wir sprechen mit drei potenziellen Nutzern“, sagt Thomas Hohwieler, Geschäftsführer des Projektentwicklers Strabag.

Doch welches Konzept passt? In Sichtweite gibt es zwei Beispiele: Das Puro setzt in 80 Metern Höhe unterm Dach des Europa-Center auf eine Mischung aus Bar und Club. Direkt neben dem Bikini-Haus hat sich das Hotel 25 hours einen gläsernen Pavillon aufs Dach gesetzt und bietet mit dem Neni und der Monkey Bar einen getrennten Restaurant- und Barbetrieb.

Der weiße Riese prägt schon jetzt das Bild der City-West.

Der weiße Riese prägt schon jetzt das Bild der City-West.

© dpa

Für die Skybar soll es einen separaten Eingang geben, von dem aus zwei Express-Aufzüge in den 33. Stock fahren. Im Sommer will man unterschreiben, dann kann der Ausbau beginnen. Eröffnung könnte Sommer nächsten Jahres sein.

Die Upper-West ist wieder hip

Bereits in der nächsten Zeit sollen die noch fehlenden Mieter ihre Büros beziehungsweise Läden beziehen. Spätestens Ende Juni soll auch die Kantstraße vor der Tür saniert sein.

Bereits jetzt kann sich der Blick auf Details richten: auf die Spezialfolie an den unzähligen Scheiben etwa, die dafür sorgt, dass der Radar des nahen Flughafens Tegel nicht gestört wird, oder auf die Tatsache, dass viele der Fensterrahmen – nicht aber die Fenster! – aufgeklappt werden können und dann Frischluft einströmt.

Mit dem Upper West schreitet die Aufpolierung der City-West voran, die nach dem Mauerfall gegenüber Mitte ins Hintertreffen geraten war. Christoph Langhoff sagt, er habe daran nie gezweifelt.

Was soll er auch sagen, von ihm stammen die Entwürfe des Hauses.
Zu dem Thema hat Architekt Langhoff noch einen Gruß Richtung Mitte parat. „Hochhäuser entstehen dort, wo die Wertschöpfung am größten ist. Deswegen passiert auch nichts am Alexanderplatz.“

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