Berlin - Jubelstürme, Applaus, die Basis hat entschieden: 596 Berliner und Touristen votierten gestern Abend bei einer Volksabstimmung im Konzerthaus für den Erhalt der 115 Kugel-ahorne am Gendarmenmarkt.Nur 149 sprachen sich für das Fällen der Bäume aus, 54 favorisierten einen Fortbestand der Kugelahorne lediglich an der Charlottenstraße, 77 an der Französischen Straße.Senatsbaudirektorin Regula Lüscher versuchte gleich zu Beginn, die Gemüter zu beruhigen: "Das Resultat der Veranstaltung sehen wir als verbindlich an." Doch die Meinungen der Baum-Befürworter und -Gegner prallten hart aufeinander. Hans-JörgDuvigneau von der Französischen Kirche: "Hier geht's um ein paar Bäumchen. Bereits Normalwüchsige kommen kaum an den kleinen Ahornbäumen vorbei, ohne den Kopf einziehen zu müssen." Buh-Rufe und gellende Pfiffe.Ada Withake-Scholz von den "Freunden und Förderern des Gendarmenmarktes e.V." sprach den meisten Besuchern aus der Seele: "Wir sollten Respekt vor der denkmalwerten Platzgestaltung der DDR von 1984 haben."Hildrun Knuth vom Bezirks-amt Mitte sorgte dann noch für Irritationen: "Egal, wie das Ergebnis ausfällt: An der geplanten Barrierefreiheit werden wir festhalten müssen." Müssen nun doch an der einen oder anderen Stelle Kugelahorne gefällt werden? Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) wollte sich darauf gestern Abend nicht festlegen.------------------------------RESPEKT VOR DEN DDR-PLATZGESTALTERNBU: Die Sieger-Variante sieht den Fortbestand aller 115 Kugelahornbäume am Gendarmenmarkt vor.
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