Die Alkoholdunst-Bar

Darauf einen kräftigen Atemzug

Cocktails zum Inhalieren machen Gäste in Londoner Kneipe betrunken, ohne dass sie trinken ...

BK
Lesezeit 2 Min
Bei 140 Prozent Luftfeuchtigkeit werden die Cocktail-Mixturen in die Räume gepustet – bis Gäste buchstäblich benebelt sind.

Bei 140 Prozent Luftfeuchtigkeit werden die Cocktail-Mixturen in die Räume gepustet – bis Gäste buchstäblich benebelt sind.

© dpa Lizenz

„Alcoholic Architecture“ nennen die Erfinder ihr wolkiges Bar-Konzept (Eintritt: 18 Euro).

Gäste ziehen sich am Eingang Regencapes über, damit der Alkohol-Dunst bei 140 Prozent Luftfeuchtigkeit Kleidung und Haare verschont.

Dann wandeln die Bar-Besucher im Keller eines alten Klostergebäudes in der Nähe der London Bridge von Kammer zu Kammer – in jeder erwartet sie eine andere verdampfende Cocktail-Geschmacksrichtung.

Im hochprozentigen Dunst, der so dicht ist, dass man die übrigen Gäste nur noch schemenhaft erkennen kann, gelangt der Alkohol beim Atmen über die Lungen in die Blutbahn.

Zusätzlich wird er über die Augäpfel aufgenommen. Unter dem Motto „verantwortungsbewusst atmen“ dürfen sich die Besucher aber nicht länger als eine Stunde in der Bar aufhalten, damit sie nicht zu betrunken werden.

Sinn des Projekts ist es, Geschmack und Rausch des Alkohols intensiver zu erleben als üblich, so die beiden Künstler Sam Bompas (31) und Harry Parr (31) über ihr Vorhaben, das sie zur Sicherheit zuvor von Medizinern und Chemikern prüfen ließen.

Sechs Monate lang soll die Dampf-Bar geöffnet sein – so ist es zumindest vorerst geplant...

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