Millionen betroffen

Deutschlandticket wird schon wieder teurer: So viel kostet es ab 2027

Millionen Fahrgäste müssen sich auf höhere Kosten einstellen: Das Deutschlandticket wird ab Januar 2027 erneut teurer.

Foto von Autor/Autorin: Sebastian Krause
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Das Deutschlandticket wird ab dem 1. Januar 2027 66,80 Euro kosten.

Das Deutschlandticket wird ab dem 1. Januar 2027 66,80 Euro kosten.

© Julian Stratenschulte/dpa

Die nächste Erhöhung kommt: Das Deutschlandticket wird im kommenden Jahr teurer. Statt bisher 63 Euro kostet es ab dem 1. Januar 2027 monatlich 66,80 Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des sogenannten Koordinierungsrats.

Gremium legt neuen Preis fest

Demnach legte das Gremium den neuen Preis bei seiner Sitzung am Mittwoch fest. Im Koordinierungsrat sitzen die Abteilungsleiter der Verkehrsministerien der Länder und des Bundes.

Auch Jobticket und Semesterticket werden teurer

Mit dem Deutschlandticket steigen auch die Preise weiterer Angebote. Das Jobticket, eine rabattierte Variante des Deutschlandtickets, kostet künftig 63,46 Euro. Der Preis für das Semesterticket erhöht sich auf 40,08 Euro.

Das Deutschlandticket ist ein bundesweit gültiges Monatsabo für Busse und Bahnen im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Es kann monatlich gekündigt werden.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer kritisierte die Preissteigerung.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer kritisierte die Preissteigerung.

© Funke Foto Services/imago

Derzeit nutzen das Angebot nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen rund 14,5 Millionen Menschen. Bei seiner Einführung im Jahr 2024 kostete das Ticket noch 48 Euro. Im Jahr 2025 stieg der Preis auf 58 Euro, in diesem Jahr auf 63 Euro.

Neue Formel bestimmt den Preis des Deutschlandtickets

Erstmals wurde der Abo-Preis nicht politisch ausgehandelt, sondern mithilfe einer festgelegten Formel berechnet. Der dafür verwendete Preisindex bildet auf Grundlage statistischer Daten die Kostenentwicklung ab, etwa bei Personal und Energie. Diese Ausgaben müssen die Verkehrsunternehmen tragen.

Je stärker die Inflation ausfällt, desto teurer wird demnach auch das Deutschlandticket. Bei der Berechnung wird außerdem berücksichtigt, dass die Ausgleichszahlungen von Bund und Ländern in Höhe von drei Milliarden Euro pro Jahr festgeschrieben sind und nicht dynamisch steigen.

So soll ein jährlicher Streit um das Deutschlandticket verhindert werden

Mit dem neuen Verfahren soll verhindert werden, dass jedes Jahr erneut ein politischer Streit über die Finanzierung des Deutschlandtickets ausbricht. Nutzerinnen und Nutzer sollen dadurch sicher sein können, dass das Angebot langfristig fortbesteht.

„Der heutige Beschluss des Koordinierungsrats schafft frühzeitig Klarheit“, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen mit. „Fahrgäste, Verkehrsunternehmen und Verbünde können sich ab sofort auf den neuen Preis von 66,80 Euro ab dem 1. Januar 2027 einstellen.“

Es sei verständlich, dass die Preiserhöhung in Zeiten steigender Verbraucherpreise für manche Fahrgäste schmerzhaft sei. „Zugleich treffen die allgemeinen Kostensteigerungen auch die Verkehrsunternehmen hart.“

NRW-Verkehrsminister kritisiert die Preiserhöhung

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer kritisierte die Preissteigerung. „Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag Preisstabilität für das Deutschlandticket versprochen“, sagte der Grünen-Politiker der Rheinischen Post.

Dass nun ein automatisierter Mechanismus über den Preis bestimme, sei schade für den Erfolg des Tickets. „Je mehr Menschen es nutzen, desto stabiler kann der Preis langfristig bleiben und desto stärker wird das Angebot“, betonte Krischer.

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