Deutschlands 1. Tankstellen-Friseur

Einmal vollschneiden, bitte!

Deutschlands erster Tankstellen-Friseur schnippelt in Weißensee

Alexander Schmalz
Lesezeit 2 Min

Wer stets auf Achse ist, wird dieses Konzept lieben. Weil es im Großstadtleben oft an Zeit und Parkplätzen fehlt, werden einem neben Zapfsäulen die Haare geschnitten. Das Ganze nennt sich „Tank & Cut“ und wird bereis gut angenommen.

Irgendwie typisch Berlin. Wo sonst könnte eine solch abgefahrene Idee auch einschlagen? „Ich hoffe, uns gibt es in ein paar Jahren überall“, sagt Friseurmeister Frank Pietsch dem KURIER. Der 37-Jährige Berliner ist zusammen mit seiner Kollegin Vivian (29) Deutschlands erster Tankstellen-Friseur.

Seit drei Wochen ist der 18 Quadratmeter große Laden direkt an der Tanke in der Indira-Gandhi-Straße, Ecke Hansastraße integriert. Doch das Beste kommt erst noch: „Wir sind ein mobiler Gewerberaum“, erklärt Pietsch. Heißt: Der zur Friseurstube umgebaute Container dockt also überall dort an, wo Bedarf ist. „Es ist eine Win-Win-Situation.

Denn wir bezahlen eine Standgebühr und bieten ihnen dafür einen zusätzlichen Service“, sagt Pietsch. Einen Herrenschnitt mit waschen, schneiden, föhnen gibt’s ab 21,50 Euro, Frauen bezahlen mindestens 31,50 Euro. Der Friseurmeister: „Wir haben uns nach dem Durchschnittspreis in Berlin gerichtet und arbeiten mit der Marke Paul Mitchell zusammen.“

Die Kunden sind bunt gemischt. Ob Geschäftsmänner, die fix über die Autobahn weiterwollen oder Frauen, die sich spontan bei drei stündigen Pflegebehandlungen verwöhnen lassen.

Früher oder später soll das Konzept übrigens ausgebaut werden. An Hotels wollen sie Container mit dem Namen „Sleep & Cut“ aufstellen. An Waschanlagen würde es „Wash & Cut“ heißen. Pietsch: „Das können wir unendlich weiterspinnen.“

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