Am Sonnabend gegen 18 Uhr sitzen Isaura R (46), ihr Mann Abel B. (49) und der gemeinsame Pudel Cico (1) in ihrer Wohnung an der Etkar-André-Straße in Hellersdorf, als die Frau plötzlich starke Schmerzen in der Bauchgegend bekommt. Weil sie eine chronische Entzündung hat, weiß ihr Mann: Wir müssen sofort ins Krankenhaus.
Fiepen, jaulen, bellen
Und weil Hunde dort nicht erlaubt sind, muss Cico zu Hause bleiben. „Es war so heiß, deswegen habe ich dem Tier die Balkontür offengelassen“, so der gebürtige Portugiese zum KURIER. Dann fährt er seine Frau ins Krankenhaus.
Doch der kleinen Cico begreift nicht, warum Frauchen vor Schmerzen stöhnt und weggebracht wird. Und warum er plötzlich ganz alleine ist. Also macht der erst einjährige Pudel das, was Hundekinder in so einer Situation eben machen: Fiepen, jaulen, bellen. Ausdauernd, herzergreifend und vor allem stundenlang.
Danke, liebe Feuerwehr
Um 23 Uhr machen sich die Nachbarn schließlich Sorgen und alarmieren die Polizei. Weil die Beamten die Tür nicht aufbrechen wollen und der ebenfalls am Ort des Geschehens eingetroffene Sohn der Familie keinen Schlüssel hat, wird kurzerhand die Feuerwehr gerufen.
Die Retter wissen, dass es sich um eine Wohnung im zweiten Stock handelt und rücken prompt mit einer riesigen Drehleiter an. Wie im Lehrbuch fahren sie das Rettungsgerät aus. Zwei Feuerwehrler kommen so auf den Balkon, retten den armen Cico und übergeben ihn der Polizei. Inzwischen ist der kleine Pudel wieder Zuhause, auch Isaura R. durfte das Krankenhaus verlassen. Und die ganze Familie ist sich einig: Danke, liebe Feuerwehr, dass ihr uns geholfen habt.
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