Neue Eiserne

Drei Liefertermine für Unions Sportboss Ruhnert

Unions Sportchef Oliver Ruhnert hat alle Hände voll zu tun.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Oliver Ruhnert, Sportchef des 1. FC Union.

Oliver Ruhnert, Sportchef des 1. FC Union.

© dpa

„Der Urlaub wird sicherlich kürzer ausfallen. Aber ein paar Tage müssen es schon sein. Es ist ja nicht so, dass ich die letzten sechs Monate gar nichts gemacht habe“, sagte Ruhnert beim finalen Kick im Katzbachstadion (9:1 gegen Türkiyemspor). Zeit zum Verschnaufen ist aber nicht. Der 45-Jährige muss liefern. Als erstes einen Coach. Eine „Vielzahl“ an Bewerbungen lägen vor, so Ruhnert: „Union ist nach wie vor eine interessante Adresse.“

Vom neuen Trainer hängt auch ab, ob die auslaufenden Verträge von Dennis Daube, Daniel Mesenhöler und Stephan Fürstner verlängert werden. Daube verriet, dass ihm kein Union-Angebot vorläge. Bei Fürstner wird über einen 12-monatigen Anschlusskontrakt gemunkelt. Toni Leistner, dessen Abgang feststeht, soll auch in Moskau im Gespräch sein.

Die zweite Lieferfrist für Ruhnert läuft dann in 48 Tagen ab. Spätestens bis zum Trainingslager in Klosterpforte (8. bis 18.7.) sollte das Team zusammen sein. Wer kommt? Für den Angriff vermeldeten holländische Gazetten ein Interesse an Lauterns Sebastian Andersson (12 Tore in 29 Spielen). Laut schwedischen Medien ist Djurgardens Stürmer Tino Kadewere (22) aus Simbabwe ein Thema. Braunschweigs Christoffer Nyman wäre auch ein passender Kandidat, musste sich aber kürzlich einer Leisten-OP unterziehen, verpasst die WM und ist nicht ablösefrei. Anders als Schalkes Nachwuchsstürmer Florian Krüger (19). #

Auch hinten muss was getan werden. Angeblich hat Regensburgs Marvin Knoll ein Angebot der Eisernen vorliegen. Der gebürtige Berliner ist bis 2020 an den Jahn gebunden. Der Ex-Herthaner hat 2011 Union im Dresdner Dynamo-Trikot bei der 0:4-Pleite ein Tor eingeschenkt. Also: Besser für als gegen Union.

Die ultimative, dritte Ruhnert-Frist endet am 31. August. 101 Tage, um mit Transferschluss den Jackpot-Joker aus dem Ärmel zu ziehen. Auch wenn dann drei Ligaspiele und die erste Pokalrunde vorbei sind: Besser spät geliefert als nie. Sebastian Polter kam einst auch auf den letzten Drücker. MB   

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