Manche Typen haben es einfach drauf. Lothar Matthäus zum Beispiel sieht im Vergleich zu anderen Mittfuffzigern nicht nur unverschämt knackig aus, er schleppt auch noch regelmäßig die steilsten Schnecken ab, die der Ostblock zu bieten hat. Auch intellektuell scheint der ehemalige Weltfußballer einiges auf dem Kasten zu haben. Immerhin weiß er zu vermelden, wie wichtig es ist, dass „der Gürtel zu den Schuhen passt!“
Nun definiert er auch die Regeln in Sachen post-koitalem Umgang neu. Schließlich heißt es in Lothars Welt: Nach der Ehe ist vor der Ehe. Und weil da auch die Party zur aktuellen Lebensabschnitts-Gattin passen muss, wurde Joanna Tuczynska, Loddars Ex-Ex-Ex-... ach, was soll die Spießerei, eben irgendeine der zahlreichen Verflossenen kurzerhand ausgeladen, obwohl der Meister selbst gar nicht erschien.
Was jetzt ein bisschen klingt, wie die pubertäre Version von „Mensch ärgere Dich nicht“ setzt einfach nur neue Maßstäbe in der Kategorie „beste Feinde bleiben nach einem Desaster“. Denn, ganz ehrlich, man hat sich schließlich nicht getrennt, weil man den anderen nach wie vor so wahnsinnig liebhat, sondern weil man sich gegenseitig gehörig auf den Zeiger geht.
Da macht es durchaus Sinn, jegliche Wahrscheinlichkeit eines Wiedersehens auszulöschen wie Yanis Varoufakis, übrigens auch gut aussehend, die Chance auf unsere Griechen-Kohle. Wer nun auch mal Lust auf einen Ausflug als Arschgeige bekommen hat, muss nur die Reihenfolge beachten. Optik hin oder her, wer Sex oder Geld will, muss zuerst mal freundlich sein.
Ein schönes Lächeln, und sei es noch so durchtrieben, ist der Schlüssel zum Erfolg jedes Unterfangens.
Hat sich die Angelegenheit für zumindest einen der Beteiligten erledigt, ist auch jegliche Form höflichen Umgangs unnötige Schleimerei und Kalorienverschwendung. Dann heißt es frei nach dem Motto des Kassenarztes: Der Nächste bitte!
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