Berlin - 10 000 Berliner erleiden jährlich einen Schlaganfall, 2000 davon überleben das erste halbe Jahr nicht. Mit einer Klinik auf vier Rädern, die ganz schnell Hilfe bringt, soll diese Zahl verkleinert werden. Nahezu alle Untersuchungen und die wichtigste Erstbehandlung sind möglich.Kernstück ist ein Computer-Tomograf (CT). Damit wird der Kopf des Patienten durchleuchtet. Das CT schließt Hirnblutung oder Tumor aus, so dass die durch die anderen Untersuchungen gewonnene Diagnose Schlaganfall durch Arterienverstopfung sicher wird. Dann erhält der Patient im Auto die "Lyse-Therapie": Über den "Perfusor" kommt ein Mittel ins Blut, das die Verstopfung im Hirn löst - nicht erst im Krankenhaus.Der 900 000 Euro teure Versuchs-Wagen wird alarmiert, wenn der Feuerwehrnotruf 112 Hinweise auf Schlaganfall genannt bekommt - . hängende Gesichtshälfte, halbseitige Lähmung, Sprachstörungen. Von der Wache Wilmersdorf, in der das Fahrzeug vorerst von 7 bis 23 Uhr bereit steht, startet es mit Arzt, Rettungsassistent und Sanitäter. Dr. Benjamin Winter, Neurologe und einer der sechs Notärzte, hatte vor der Indienststellung 18 Probeeinsätze: "Das Blut des Patienten wird im Labor des Wagens untersucht. Am Patienten werden unter anderem neurologische Untersuchungen gemacht." In einer strahlengeschützten Kammer bedient der Sanitäter und Radiologie-Assistent das CT. Alle Befunde werden fürs Krankenhaus gedruckt.Das 260-PS-Fahrzeug, von der Charité entwickelt, wurde von der Technologiestiftung Berlin, EU und Brandenburg gefördert, von zwei brandenburgischen Firmen auf MAN-Basis gebaut und ausgestattet.------------------------------BU: Der Drucker im Fahrerhaus: Das Krankenhaus bekommt sofort den Befund.BU: Dr. Benjamin Winter demonstriert eine Untersuchung, bevor der Patient in den Tomografen geschoben wird.BU: Der Injektor für die Injektion des KontrastmittelsBU: Dr. Winter in der Bedienungs-Kammer: Er kann die CT-Bilder an einen Krankenhaus-Radiologen funken.
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