Sein Lebenswerk war zuletzt in der C/O-Galerie zu sehen. "Ich war verliebt in diese Stadt“ hieß diese letzte McBride-Schau, die der Künstler vor wenigen Wochen noch selbst besuchte.
Was von McBride bleibt, ist sein positiver Blick auf das Leben, verewigt in seinen Fotos. „Was ich nicht fühle, kann ich nicht fotografieren“, versuchte der Fotograf selbst seinen Zugang zu erklären.
Gefühle – mitunter auch heftige, negative Reaktionen – rief der McBride vor allem in den 1960ern mit den Fotos von der Geburt seines Sohnes und 1974 mit den Bildern für das Aufklärungsbuch „Zeig mal!“ hervor.
Unvergessen bleiben aber auch die unzählige Reportagefotos. Darunter jene, die das wilde Berlin zeigen, das McBride bei seiner Ankunft in unserer Stadt erleben durfte.
Das war 1955. Da kam der damals 24-Jährige aus Würzburg, wo er als US-Soldat stationiert war, nach Berlin.
Eigentlich wollte McBride an der FU Philologie studieren, sich durchs Knipsen mit seiner Leica sein mageres Stipendium aufbessern.
Doch es kam anders: Bald machten seine Fotos Furore. Kein Wunder, waren sie doch geprägt von einem unverblümt-optimistischen Blick, der vielen deutschen Nachkriegsfotografen fremd war.
So arbeitete McBride schließlich bald als Bildreporter für Magazine wie „twen“, „Quick“, „Brigitte“, „Geo“, „Eltern“, „Life“, aber auch den „Playboy“.
Im Weltgedächtnis werden auch seine historischen Bilder bleiben – wie jenes von Kennedy und Adenauer vor dem Brandenburger Tor. LS
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