Der große Panda-Zoff

Jetzt kommen sich der Regierende und Knieriem ins Gehege

Müller ist nicht glücklich, weil die Vertragsunterzeichnung ohne ihn stattfand.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Pandas im Zoo halten zu dürfen, ist eine besondere Auszeichnung für Berlin.

Pandas im Zoo halten zu dürfen, ist eine besondere Auszeichnung für Berlin.

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Der KURIER erfuhr aus der Senatskanzlei: Der Regierende Bürgermeister wäre nicht begeistert gewesen, dass vor zwei Wochen die Unterzeichnung des Panda-Vertrages zwischen Zoo-Chef Knieriem und den Chinesen ohne ihn stattfand. Müller wäre sehr gerne bei der Zeremonie dabei gewesen.

Zoo-Direktor Andreas Knieriem (l) und Si Ping, Direktorin der chinesischen Wildlife Conservation Association, tauschen am 28.04.2017 in Berlin die Verträge zum Umzug zweier Pandabären aus China nach Berlin.

Zoo-Direktor Andreas Knieriem (l) und Si Ping, Direktorin der chinesischen Wildlife Conservation Association, tauschen am 28.04.2017 in Berlin die Verträge zum Umzug zweier Pandabären aus China nach Berlin.

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„Es ist bekannt, dass der Regierende Bürgermeister ein sehr großes Interesse an den Pandas hat“, sagte ein Mitarbeiter. Es sei ungewöhnlich, dass bei so einem für die Hauptstadt wichtigen Akt das Berliner Stadtoberhaupt fehle. „Der Regierende Bürgermeister war darüber schon nicht sehr glücklich“, fügte der Mitarbeiter hinzu. Zoo-Chef Knieriem habe in der Sache wohl recht eigenständig gehandelt.

Müller wird die Namen verkünden dürfen

Die Opposition nimmt den Zoo und seinen Chef in Schutz. „Bei so einer Vertragsunterzeichnung geht es nicht um die Eitelkeit eines Stadtoberhauptes“, sagt Danny Freymark, Zoo- und Tierpark-Experte der CDU, dem KURIER. „Es war Knieriems Verdienst, dass dank seiner Verhandlungen mit China wir wieder Pandas bekommen. Die Zusage dafür erhielt Kanzlerin Angela Merkel 2015 bei ihrem China-Besuch.“

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist nicht glücklich.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist nicht glücklich.

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Sicher kann man Müller verstehen. Das Land Berlin zahlte vor Jahren noch Zuschüsse an den Zoo. Jetzt bekommt er aber keinen Cent mehr. „Die Millionen-Kosten für das Panda-Paar zahlt der Zoo aus eigener Tasche“, sagt Freymark.

Dazu kommt, dass der Regierende sogar selber mit den Pandas glänzen darf. Es gibt noch den Vertrag über den Schutz dieser Tiere, den die chinesische Forstbehörde mit dem Senat unterzeichnen will.

Dabei wird Müller die große Ehre zuteil, der Weltöffentlichkeit endlich zu verraten, wie die zwei Pandas heißen werden, die der Zoo bekommen soll. Allerdings machen die Chinesen die Sache recht spannend. Sie nannten noch keinen Termin, wann die Vertragsunterzeichnung stattfinden wird.

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