Moabit - Der Mann mit der Zottel-Mähne stieg ins Spaß-Bad und planschte mit fremden Kindern. Sie ahnten nicht, dass der dicke Onkel ein verurteilter Kinderschänder ist: Klaus R. (57). Nun sitzt er wieder vor Gericht.Er verbüßte fünfeinhalb Jahre wegen Missbrauchs, kam Mitte 2001 frei. R. wurde unter Führungsaufsicht gestellt, sollte sich von Kindern fern halten. Gegen diese Weisung soll er verstoßen haben. Die Anklägerin geht auch von einem Rückfall aus. In einem Schwimmbad kam es laut Anklage im Mai 2008 zu "körperlichen Kontakten" mit Kindern. Einen Jungen (12) soll er begrapscht haben. Drei Monate später lief er mit der Tochter (8) einer Bekannten durch die Stadt.Hochrot der bullige Mann zur Richterin: "Da war nichts Sexuelles." Im Spaß-Bad habe er mit Kindern geplanscht, sie ins Wasser geworfen. Klaus R. (Name geändert): "Aus medizinischen Gründen: Ich habe ein Wirbelsäulen-Problem, im Wasser bin ich meine Last los." Es könne "wegen der Wurftechnik" Berührungen gegeben haben.Klaus R. zeterte im Prozess: "Die Führungsaufsicht enthält keine Weisung". Keine Reue, derbe Angriffe gegen die Justiz. Die Richterin wird vermutlich Ende Januar entscheiden, ob der Kinderschänder wieder eingesperrt werden muss.------------------------------
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