Glückwünsche von ganz oben: Hertha-Manager Michael Preetz gratuliert Kapitän Florian Krebs.
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Singen und Hüpfen. Über zwei Stunden wurde im Niederrheinstadion in Oberhausen der 3:1-Sieg gegen Schalke und der Triumph zelebriert – inklusive Flutung der Kabine. „Es hat gedauert, bis die Jungs müde wurden“, berichtet Hartmann. Erst um kurz vor drei in der Nacht war das Team mit dem Bus zurück in Westend. Ob es dann noch in einschlägige Clubs ging, bezweifelt Hartmann. Schließlich musste der ein oder anderen frischgebackene Meister am Nachmittag noch in die Schule. „Ob die Jungs da gewesen sind, weiß ich noch nicht“, sagt Hartmann.
„So einen Jahrgang hat man nicht alle Tage.“
Dass der A-Junioren-Titel – zum 50. Mal ausgespielt – erstmals an Hertha ging, macht Hartmann stolz: „Für den Verein und die Akademie ist das ein Fingerzeig, dass hier richtig gute Arbeit geleistet wird.“
Deswegen dürften sich alle Trainer von der U9 an mitfreuen. „Unser erstes Ziel ist es, den ein oder anderen an den Profibereich heranzuführen. Umso schöner ist es, wenn du dann als Mannschaft auch noch erfolgreich bist“, sagt Hartmann, dem gleich beides gelungen ist.
Verteidiger Panzu Ernesto, Mittelfeldmann Palko Dardai und Torhüter Dennis Smarsch (v.l.) lassen es in der Kabine krachen.
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Denn bereits sechs Meister haben einen Profi-Vertrag in der Tasche. Weitere sollen bald folgen. „Das ist nicht alltäglich“ , bewertet Hartmann, der bereits 2010 mit Rostock den Titel holte, die beeindruckende Hertha-Quote. Auch Manager Michael Preetz, der mit Profi-Trainer Pal Dardai das Spiel vor Ort verfolgte, schwärmt über die Ballung an Qualität: „So einen Jahrgang hat man nicht alle Tage.“
Talent, Fleiß und eine hohe Frustrationstoleranz
Bemerkenswert: Die meisten von Herthas neuen Helden kommen aus Berlin und Umgebung. Für den Klub, der sich so sehr nach einem frischeren Image sehnt, könnte das ein Schlüssel für mehr Identifikation sein – und mehr Wert als als jede Marketing-Kampagne.
Hoch soll er leben! Trainer Michael Hartmann wird von seinen Jungs gefeiert.
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Der Weg in die Bundesliga wird aber kein Selbstläufer. Das zeigt ein Blick auf die Kader der vergangenen A-Jugend-Meistermannschaften. Nur für absolute Ausnahmespieler wie Schalkes Leroy Sané oder Dortmunds Christian Pulisic wurde der Traum wahr. Neben Talent und Fleiß brauchen die Teenager eine hohe Frustrationstoleranz und eine Portion Glück, damit der große Traum wahr wird.
Die Zukunft jedes einzelnen Spielers
Dass viele aus der blau-weißen Rasselbande gute Chancen haben, den Sprung zu schaffen, sah man – selten war ein A-Jugend-Finale auf einem technisch so hohen Niveau. „Wir haben das Wunschdenken, alle halten zu können, aber man kann nicht 15 Spieler mit nach oben nehmen“, weiß Hartmann um den Spagat.
Die Voraussetzungen sind aber günstig, dass in Zukunft noch mehr gebürtige Berliner auf dem Rasen des Olympiastadions mitmischen: Zum einen wird der gemeinsame Triumph die Talente noch stärker an Hertha binden. Zum anderen ist Chefrainer Dardai nicht nur ein Fan der Jugend – der ehemalige U15-Trainer baut die Talente bereits regelmäßig im Profi-Training ein. Auch weil er sich intensiv mit Hartmann und U23-Trainer Ante Covic austauscht – und zusammen die Zukunft jedes einzelnen Spielers plant. „Wir kennen und schätzen uns. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, finden wir immer eine Lösung. Das macht es letztendlich aus“, sagt Hartmann über das Erfolgsrezept des Trios.
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