Weich und leicht! "Gefüllte Poulardenbrust ist ein typisches 'Frauengericht', das bei uns auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht", schwärmt Vincent Garcia. "Gerade die Damen mögen das weiche, äußerst aromatische Fleisch". Und das tollste daran: Es ist machbar für alle, man bekommt es auch mit wenig Kocherfahrung hin!------------------------------Für 2 Personen gerechnet:6 kleinere französische Kartoffeln, ideal sind "Drillinge"2 frische Poulardenbrustfilets, idealerweise vom Maishähnchen2 Stück reifer, aber nicht zu harter Ziegenkäse, z.B. "Crotins de Chavignol" vom Käsehändler. Der Käse darf nicht zu frisch sein, da er sonst verläuft!3 Schalotten oder feine Zwiebeln6 kleine CocktailtomatenFrische RosmarinzweigeFrische Tymianzweige1 kleine Packung roher BlattspinatSalz, Pfeffer, Lorbeerblätter2 Knoblauchzehen------------------------------UND SO GEHT'S: SCHRITT FÜR SCHRITT PERFEKT GEKOCHTEinwickeln, pochieren - darauf müssen Sie besonders achtenDie Poulardenbrust flach auf fester Unterlage anschneiden und mit Gefühl hälften, aber nicht ganz durchschneiden! Es muss durch das Aufschneiden eine füllbare Tasche entstehen! Eventuelle Flügelknochen vorher sauber entfernen.Diese Tasche nun aufklappen, leicht salzen und pfeffern. Die Spinatblätter als eine Schicht nebeneinander deckend in die offene Tasche einlegen. Den Ziegenkäse-würfel vierteln und drei der vier Viertel als eine Reihe mittig auf den ausgelegten Spinat drapieren. Nun die Tasche schließen, umschlagen und wie eine Roulade fest zurollen.Die abgeschnittene Frischhaltefolie flach auslegen, am Beginn der Folie die Poulardenrolle platzieren und nun stramm in diese Folie einrollen. Enden der Folie rechts und links festhalten und die mittige Rolle weiter über den Tisch ziehen, so dass sich die zwei Enden zudrehen.Die Alu-Folie ebenfalls flach auslegen (die glänzende Seite zeigt nach unten) und die vorgerollte Poulardenrolle nun ebenfalls in diese Alufolie eindrehen.Die 2 Alufolien-Enden wie Bonbon-Enden zudrehen und nach oben drehen. Das erleichtert das spätere Einsetzen der Rollen in das Wasser.Nun folgt das Pochieren:1 Topf mit ausreichend Wasser zum Kochen bringen, 2 Lorbeerblätter zufügen. Wenn das Wasser kocht, runterschalten und vorsichtig die Poulardenrollen in das Wasser setzen, so dass sie komplett bedeckt sind und 13 Minuten im knapp 95 Grad heißen Wasser ziehen.In der Zwischenzeit die vorgekochten ungeschälten Kartoffeln hälften. In einer ausreichend große PfanneSonnenblumenöl auf mittlerer Stufe erhitzen und die Kartoffelhälften zugeben, sobald das Öl heiß ist. Sobald die Kartoffeln leicht braun werden, durch Schwenken wenden, damit sie von allen Seiten kross werden, aber nicht anbrennen.Eine kleine Eisenpfanne anwärmen und bei mittlerer Hitze ein Stück Butter (ca. 50 gr.) zergehen lassen.Sobald die Kochzeit der Poulardenrollen abgelaufen ist, diese mit einem Schaumlöffel ausheben und beiseite stellen. Von den Poulardenrollen die Folien vorsichtig komplett entfernen.Die noch heißen Poulardenrollen werden in die warme Eisenpfanne gegeben und in der Butter von allen Seiten goldgelb angebraten. Noch 3 Cherrytomaten, 1 gehälftete Knoblauchzehe und ein Zweig Thymian mit dazugeben und ebenfalls mitwenden. Inzwischen sind die angebratenen Kartoffeln fast fertig.Jetzt werden noch für Rosmarinkartoffeln 2 kl. Stücken Butter (ca. 50 gr.) in der Pfanne ausgelassen, dann die Schalottenscheiben eingestreut und die 2 Knoblauchzehen-Hälften sowie der Rosmarin darübergegeben.Immer wieder gut schwenken. Zuletzt noch etwas pfeffern und ggf. salzen, obwohl die Drillinge so aromatisch sind, dass sie eigentlich keines Salzes bedürfen.Wenn die zwei Poularden-rollen von allen Seiten goldbraun angebraten sind, aus der Pfanne nehmen, auf ein Schneidebrett packen und mit einem Sägemesser (es geht auch ein Brotmesser mit Sägeklinge) zuerst die 2 Enden cutten. Dann die restliche Rolle einmal diagonal durchschneiden. Das Fleisch auf dem Teller samt den gegrillten Tomaten anrichten und dann dazu die Rosmarinkartoffeln arrangieren. Voilà, fertig!Dazu empfohlen: Ein kräftiger französischer Rotwein.Bon appétit!------------------------------ZUTATEN-WIKIRosmarinDer Name "Rosmarin" kommt vom lateinischen "ros marinus" und bedeutet "Tau (ros) des Meeres (marinus)", also "Meertau". Eine Begründung ist, dass Rosmarinsträucher an den Küsten des Mittelmeeres wachsen und sich nachts der Tau in ihren Blüten sammelt. Rosmarin ist in der mediterranen Küche ein wichtiges Gewürz. Er harmoniert mit Geflügel, Lamm und Kartoffeln.DrillingeDrillinge sind kleine Kartoffeln mit einem Durchmesser von ca. 25 bis 40 mm, die festkochend sind und sich gut für Röstkartoffeln, Ofenkartoffeln oder Kartoffelsalat eignen. Am besten lagert man Drillinge-Kartoffeln an einem kühlen dunklen und luftigen Ort, aber nicht im Kühlschrank.ChavignolDer "Crottin de Chavignol" ist ein französischer Weichkäse aus Ziegenmilch, der mindestens 10 Tage lagern muss, um sein charakteristisches Ziegenaroma von Nussigkeit und leichter Säuerlichkeit zu erreichen. Er enthält 45 Prozent Fett i. Tr. und stammt aus dem kleinen 200 Einwohner-Dorf Chavignol im Loiretal.SchalottenSchalotten oder Eschalotten sind kleine, sehr milde Zwiebeln. Sie eignen sich gut, um im Ganzen gedünstet oder geschmort zu werden. Farbe und Größe sind je nach Herkunftsland unterschiedlich. Die Farben der Schalotten können von hellbraun über rosa bis lila reichen.
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