Satte Schmiergelder, flächendeckende Mitarbeiterbespitzelung, ignorierte Wartungsintervalle, fehlkonstruierte Achsen, ständige Verspätungen, mangelnde Kulanz - der Angestellte und Kunde der Bahn und seiner Konzerntochter S-Bahn ist so einiges gewöhnt. Und immer, wenn man denkt, mehr geht eigentlich nicht, setzt der Konzern noch eins drauf. Mitten im Glutsommer erlebt die Bahn ihre eigene Klimakatastrophe. Überhitzte Züge, fehlendes Krisenmanagement - am Ende stehen kollabierende Passagiere und peinliche Ausreden. Bahn-Chef Grube wäre gut beraten, nun einige Führungskräfte der Ära seines Vorgängers Mehdorn aufs Abstellgleis zu schieben. Selbst die Politik ist schon alarmiert - und man wundert sich wieder. Denn der Bund hat das Sparprogramm der Bahn gebilligt, um sie für den Börsengang hübsch zu machen. Dass damit Sicherheit und Service auf der Strecke blieben, nahmen alle in Kauf. Zieht also endlich jemand die Notbremse? Nein, im Gegenteil: In den kommenden Jahren fordert der Bund jeweils eine garantierte Überweisung von 500 Millionen Euro von der Bahn.------------------------------Zitat: "Schiebt die Manager aufs Abstellgleis"
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