Eine Stunde Depeche Mode: Mit „Spirit“ ist die Band auf der dunklen Seite unterwegs. Düstererer als zuletzt, rau, schleppend. Die Synthiepopper haben den Blues. Ihre Lieder über Demagogen, Krieg und Lynchmorde zeigen aber vor allem eines: Dass man aus schlechten Nachrichten gute Songs machen kann.
Depeche Mode in der Nalepastraße
© Henseke
© Henseke
© Henseke
Und das Konzert zeigte, dass düstere Songs guter Laune im Konzertsaal nicht im Wege stehen. Spätestens nach 20 Minuten und dem ersten Hit „World in my eyes“ wusste jeder im Saal: Der Abend wird ein großartiger. Dave Gahan (54), mit Menjou-Bärtchen und zurückgegelten Haaren, gekleidet in Schwarz mit roter Weste, gockelte bejubelt wie eh und je über die Bretter. Ihm merkte man die Lust an, endlich wieder auf der Bühne zu stehen. Mit seinen Jungs, mit seinen Hits. Mit „Walking in my shoes“. Mit „Personal Jesus“, mit dem nach einer Stunde Schluss war. Leider zu früh. STH
Lesen Sie im KURIER am Sonntag das Interview mit DeMo-Songschreiber Martin Gore.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com