Achja, die Kiezkicker. Leicht gefallen ist ihm der Abschied vom Millerntor nicht. Kein Wunder, schließlich ist der gebürtige Bergedorfer seine ganze bisherige Kickerkarriere dort zu Hause gewesen. „Ich brauchte nach all den Jahren da auch mal eine Luftveränderung. Nur das kann einen dann weiterbringen.“
So ganz verarbeitet hat er das schwere letzte Jahr in Hamburg noch nicht. Dazu war es zu nervenzehrend: „Ganz ehrlich: Warum wir so abgestürzt sind, dafür habe ich keine echte Erklärung.“ Immerhin hatte es ein gutes Ende. „Gut, dass wir die Klasse gehalten haben.“
Das machte seinen Abschied etwas einfacher, weniger wehmütig. Und damit den Neuanfang leichter. Die kurze Sommerpause hat er genutzt, um etwas Abstand zu gewinnen. Und den Kopf klar zu bekommen.
Sein erster Eindruck bei Union ist nur positiv. „Die Jungs haben mich gut aufgenommen. Und die Neuzugänge haben was drauf. Wenn wir uns schnell finden, kann das ein gutes Jahr werden“, sagte er mit schelmischem Grinsen. Ohne dabei das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen.
Der Begriff ist zwar nicht verpönt oder verboten an der Wuhle. Aber die Köpenicker haben von jeher lieber auf Understatement gemacht, als den Mund zu voll zu nehmen.
Daube ist ähnlich gestrickt, ist alles andere als ein Maulheld. Er möchte zwar am liebsten auch im rot-weißen Dress auf der Sechserposition spielen so wie bei den Braun-Weißen. Aber er weiß, dass gerade dort das Gedränge groß ist. Stefan Fürstner und Damir Kreilach sind zu nennen, Eroll Zejnullahu und Michael Parensen auch stets eine Option. „Ich sehe das positiv. Ein Team muss variabel sein, dann ist es schwerer auszurechnen.“
Und wenn es nicht klappt mit dem Startplatz? „Zu einer Mannschaft gehören mehr als elf Mann. Dann muss ich eben im Training Gas geben, bis der Trainer nicht mehr an mir vorbeikommt.“
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