Das Bronze-Monument soll in Zukunft nicht mehr für sich allein stehen, sondern um eine historische Kommentierung ergänzt werden. Dabei denkt das Bezirksamt nicht bloß an eine Steinplatte mit einem Erklär-Text: In einem Kunstwettbewerb werden jetzt bundesweit „innovative künstlerische Konzepte“ gesucht. Der Siegerentwurf muss laut Ausschreibung eine kritische Auseinandersetzung mit der Figur Thälmann leisten, aber auch zu „einer Belebung des Ortes beitragen“.
Geschichte jüngeren Anwohnern näherbringen
Die BVV Pankow hatte schon 2013 gefordert, die Geschichte des Denkmals auch Zugezogenen und jüngeren Anwohnern ohne DDR-Erziehung näherzubringen. Doch dem Bezirksamt fehlten lange das Geld und das Personal, um den Beschluss umzusetzen. Inzwischen stehen, wie es in einer Mitteilung heißt, 180.000 Euro für die Umgestaltung bereit. Darin sind die Honorar-, Material- und Herstellungskosten enthalten.
Läuft alles planmäßig, soll der Kunstwettbewerb bis April 2020 beendet ein. Die bauliche Umsetzung des Siegerentwurfs soll ab 2021 beginnen. Zeitlich überschneiden könnte sich das Erweiterungsvorhaben mit der geplanten Sanierung des Ernst-Thälmann-Denkmals. Das Landesdenkmalamt will Granitsockel und Bronzebüste ab 2020 erneuern (KURIER berichtete).
Experten hatten festgestellt, dass sich als Folge zu hoher Luftfeuchtigkeit Rost durch die Stahlkonstruktion frisst. Diese stützt das Monument im Innern und verhindert, dass es einstürzt. Die Denkmalschützer planen jetzt, die befallenen Stahlträger vom Rost zu befreien und mit einer Schutzschicht zu versehen. Sanierungskosten: rund 100.000 bis 150.000 Euro.
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