Das Denkmal am Bahnhof erinnert an Carl Wilhelm Müller (1728-1801), der nach 1781 mehrmals Leipziger Bürgermeister war, die Stadt umgestaltete und die Bildung förderte.
Der Berliner Müller begegnete der Ehrung seines einstmaligen Amtsbruders bei einem dienstlichen Gang: Am Rande der SPD-Fraktionsklausur in Leipzig besichtigte er ein 31geschossiges Wohnhaus neben dem Hauptbahnhof – schick saniert.
Das einstmals höchste Wohnhaus der DDR war im Rahmen der Leipziger Olympiabewerbung für 2012 generalüberholt worden, sollte als Hotelersatz und anschließend wieder als Wohnhaus dienen.
Das ist es heute auch, obwohl Leipzig, das sich in Deutschland mit seiner Bewerbung durchgesetzt hatte, aber 2004 aus dem internationalen Rennen ausschied. London setzte sich am Ende durch.
Dennoch könne man von Leipzig für die Berliner Bewerbung lernen, erklärte Stadtentwicklungs-Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup (SPD), der damals in Leipzig an der Planung beteiligt war: Obwohl die Stadt am Ende scheiterte, wurden rund 100 Millionen Euro vorwiegend an Bundesmitteln investiert: Für Wohnungssanierung, Straßenbau, neue Straßenbahnverbindungen und zwei Sportanlagen.
Eine davon, die Wildwasser-Kanustrecke in Markkleeberg, ist Teil der Berliner Bewerbung für 2024 bzw. 2028. Michael Müller erklärte, dass Leipzig das vorgemacht habe, was Berlin auch wolle: Nachhaltige Spiele, für die man das, was man baut und saniert, anschließend weiter nutzen kann.
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