Berlin - "Geliebter Denis. Es gibt keine Worte, die ausdrücken, was jeder von uns fühlt. Es ist ein merkwürdiger, dumpfer Schmerz. Es ist unvorstellbar" - mit diesen Worten nimmt eine Berliner Kneipe Abschied vom Bankräuber Denis P. († 36).Der Mann hatte vor einer Woche mit zwei Pistolen bewaffnet eine Bank in Österreich überfallen, zwei Angestellte als Geiseln genommen (KURIER berichtete). Als die Polizei anrückte, verlor Denis P. die Nerven, hielt sich eine der Pistole an den Kopf und drückte ab.In einer Kneipe in Prenzlauer Berg herrscht immer noch Fassungslosigkeit über das Geschehene. "Der Laden hier war bis vor zwei Jahren seiner", sagt einer der Angestellten. "Warum er das mit der Bank getan hat? Wir wissen es nicht, wir sind hier alle fassungslos!" Niemand weiß etwas von möglichen finanziellen Problemen des Bankräubers.Auch in den umliegenden Restaurants und Bars im Szene-Kiez Prenzlauer Berg ist man über die Tat und den Tod von Denis P. gleichermaßen erschüttert. Nett und lustig sei er gewesen, habe immer Zeit für ein Schwätzchen gehabt.Doch Denis P. hatte auch eine andere, eine dunkle Seite. In seinem Polizeiregister stapeln sich Vorstrafen wegen Einbruchs-, Gewalt- und Drogendelikten.Warum der Berliner die Bankfiliale im Nachbarland Österreich überfiel, das wird wohl immer sein Geheimnis bleiben. Genauso wie der bizarre Umstand, dass Denis P. mit einem von einem Freund geliehenen Leichenwagen zu der Bank fuhr, in der er sich kurz darauf das Leben nahm.------------------------------BU: Die Leiche von Denis P. wird von Mitarbeitern der Gerichtsmedizin abtransportiert, kurz nachdem sich der Mann erschossen hat.
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