Den Grünen zum Trotz

Biermeile soll sich nicht in Rauch auflösen

Hanf statt Hopfen, fordern grüne Politiker. Berliner schäumen vor Wut.

BK
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Gambrinus (Dritter von links) und sein Team am ersten von vielen Tischen, die den längsten Biergarten der Welt auf der Karl-Marx-Allee bilden sollen.

Gambrinus (Dritter von links) und sein Team am ersten von vielen Tischen, die den längsten Biergarten der Welt auf der Karl-Marx-Allee bilden sollen.

© Lebie Lizenz

Im Wahlprogramm der Ökopartei in Friedrichshain-Kreuzberg steht geschrieben: „Wir setzen uns für die Abschaffung der jährlich stattfindenden Biermeile im Bezirk ein.“ Dafür soll jeder Bewohner bis zu drei Hanfpflanzen auf seinem Balkon anbauen dürfen. „So ein Schwachsinn, der erst von den Rechten kam, jetzt von den Grünen“, sagt Eberhard Schollmeier, der als König Gambrinus, Erfinder des Bierbrauens, für das Festival wirbt. „Komasaufen gibt es bei uns nicht. Fast 50 Sicherheitsleute passen auf. Außerdem fassen unsere Mustergläser nur 0,2 Liter. Wir sind eine Genießermeile!“

Auch Jana Grasnick, Assistentin der Geschäftsführung der veranstaltenden Präsenta GmbH: „Auf der Meile wird nur Bier ausgeschenkt, kein anderer Alkohol.“ Trotzdem habe sie und ihre Kollegen die Forderung der Grünen geschockt: „Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.“

Detlef A. Nöbel, Chef des seit April bestehenden Biermeilen-Vereins: „Drei Tage lang wird die Karl-Marx-Allee aus ihrem Dornröschen-Schlaf gerissen. Warum nur passt das den Grünen nicht?“ SEY

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