Mit seinem Metalldetektor findet er manchmal alte Waffen.
© Deep Digger Dan
„Das Beste, was ich in Berlin gefunden habe, waren die Bomben“, sagt Dan dem Berliner KURIER. „Ich habe sie aus den Wäldern entfernt und den Platz etwas sicherer für Kinder gemacht.“ Dans Videos auf dem Portal Youtube unter bit.ly/digger-dan zeigen jedoch etwas anderes. Der Brite filmt sich dabei, wie er in den Wäldern Berlins nach Überbleibseln aus dem 2. Weltkrieg scharrt. Wenn er eine Granate findet, fuchtelt er damit herum und versucht, sie zum Explodieren zu bringen. Vier Millionen Menschen haben sich das Video vom Granatenwurf bereits angesehen. Das sei alles nur ein Witz und nicht echt, sagt Dan jetzt. „In den letzten vier Jahren habe ich über 80 Bomben gefunden. Glücklicherweise ist nie eine hochgegangen. Jeden gefährlichen Fund habe ich der Polizei gemeldet beziehungsweise direkt dort abgegeben.“
In einem Video zieht er den Ring und wirft die Handgranate.
© Deep Digger Dan
Ob das so stimmt, bleibt fraglich. Als der Metalldetektor in einem seiner Videos anschlägt, findet Dan ein mysteriöses Paket aus Luftpolsterfolie unter der Erde. Darin liegt ein Stoffbündel mit blutroten Flecken. „Ich glaube, da ist eine Pistole drin“, sagt Dan in die Kamera. Doch er verständigt nicht die Polizei. Er entfernt mit bloßen Fingern den Stoff, bis ein Revolver sichtbar wird. „Dieser Pistole könnte für ein Verbrechen verwendet worden sein“, mutmaßt er. Die Waffe bringt er angeblich am nächsten Tag aufs Revier.
Alle ungefährlichen Funde ohne besondere historische Bedeutung behält er oder verkauft sie weiter. Mittlerweile kann er vom Verkauf und seinen Videos leben. Vor seiner Karriere als Schatzsucher hat Dan übrigens Pferdeställe ausgemistet. „Wenn die Kamera aus ist, bin ich sehr verantwortungsvoll,“ verspricht Dan. Wir versuchen daran zu denken, wenn er das nächste Mal eine Granate aus der Erde holt und durch den Berliner Wald schleudert.
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