DDR-Zeitreise

Guckt mal Kinder, so haben wir damals gelebt!

Im Ring-Center an der Frankfurter Allee kehren die DDR-Zeiten zurück.

JEANNETTE HIX und SABINE GUDATH (Fotos)
Lesezeit 3 Min
Diana (34), ihr Bruder Daniel (37), sein Sohn Ben (12) und Oma Helga (74) Hube sitzen im DDR-Wohnzimmer. Genauso eine Schrankwand samt Radio hatten sie auch.

Diana (34), ihr Bruder Daniel (37), sein Sohn Ben (12) und Oma Helga (74) Hube sitzen im DDR-Wohnzimmer. Genauso eine Schrankwand samt Radio hatten sie auch.

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Barbara Borowski (56) aus Wilmersdorf hat 50 Jahre in Salzwedel gelebt und liebt die alte DDR-Kaffeemühle, die sie schon lange auf Flohmärkten sucht.

Barbara Borowski (56) aus Wilmersdorf hat 50 Jahre in Salzwedel gelebt und liebt die alte DDR-Kaffeemühle, die sie schon lange auf Flohmärkten sucht.

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Stefan Nehls (42) aus Mitte zeigt seinen Töchtern Anastasia (16) und Henriette (4) das bunte DDR-Geschirr. Das findet Anastasia ziemlich kitschig.

Stefan Nehls (42) aus Mitte zeigt seinen Töchtern Anastasia (16) und Henriette (4) das bunte DDR-Geschirr. Das findet Anastasia ziemlich kitschig.

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Eine kleine Auswahl vom „Markt der Ost-Produkte“ im Ring-Center.

Eine kleine Auswahl vom „Markt der Ost-Produkte“ im Ring-Center.

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Barbara Kebelmann (61) aus Lichtenberg zeigt ihren Enkeln Julia (10) und Max (12) das DDR-Spielzeug. „Das war noch viel robuster“, findet die Lehrerin.

Barbara Kebelmann (61) aus Lichtenberg zeigt ihren Enkeln Julia (10) und Max (12) das DDR-Spielzeug. „Das war noch viel robuster“, findet die Lehrerin.

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Unter dem Titel „DDR-Zeitreise“ wurden dort ein Wohnzimmer, eine Küche und ein Kindergarten-Raum originalgetreu wie damals nachgebaut – alles Leihgaben aus einem DDR-Fundus. Frei nach dem Motto: Guckt mal, Kinder, so haben wir früher gelebt.

Anne-Kathrin Steffen (37), Heilpädagogin aus Lichtenberg erinnert sich: „Meine Eltern hatten den gleichen Farbfernseher für 6000 Ost-Mark – ein Vermögen damals für uns.“

„Oh Mann, so einen Omega-300-Watt-Staubsauger zum Tragen hatte ich auch – der war so megaschwer“, ruft eine Frau.

Auch die Schrankwand vom Typensatz 602 aus dem Möbelprogramm Deutsche Werkstätten stand in den meisten Wohnzimmern. „Als sich meine Eltern eine neue anschafften, landete die alte in meinem Kinderzimmer“, sagt Anne-Kathrin.

Küchengeklapper in der DDR-Küche. Denn auf dem Schild steht: „Ausprobieren ausdrücklich erwünscht.“ Rosi (34) und Sohn Niclas (6) lassen gleich mal den manuellen Quirl rotieren: „Ich finde die Ausstellung super. So kann ich Niclas zeigen, wie ich früher gelebt habe.“

Auch eine Mini-HO-Kaufhalle ist aufgebaut: Hier am Stand werden täglich ab 16 Uhr die typischen Ostschrippen für 5 Cent verkauft. Gleich dahinter kann auf dem „Markt der Ostprodukte“ geshoppt werden – 1000 DDR-Produkte sind im Angebot – vom Dederon-Beutel für 2,50 Euro bis zu Tempo-Erbsen für 1,80 Euro. „Die Linsen und die Beutel für Seifen-Reste waren gleich weg, müssen neu geordert werden“, sagt Verkäuferin Helga Kunze (61). Die alten Simson-Mopeds nebenan sind dagegen nicht verkäuflich.

Die Ausstellung ist bis 9. November täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, am 9. November von 13 bis 18 Uhr.

Der gute alte Wartburg

Der gute alte Wartburg

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Kamera aus DDR-Produktion

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Moped S 50 B

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Karl-Marx-Büste

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Jugendmode-Plakat

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Auch das gibt's: Tafel zur Plankontrolle

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Jugendbild des russischen Staatschefs Breschnjew

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© Thomas Lebie Lizenz

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