Drei Jahre hatte der legendäre Spree-Club pausiert, bevor er im Mai in den Reinbeckhallen in Oberschöneweide wieder eröffnete. Mit ganz vielen Hoffnungen. „Das war ein Fehler“, gesteht Gerke Freyschmidt der „taz“. Auf der Homepage des „Kiki Blofeld“ heißt es: „Die Ämter haben alles dafür getan, um uns loszuwerden.“
Grundlos sei das Veterinäramt vorbei gekommen. Und das Anbringen eines Banners sei ihm wegen des Denkmalschutzes untersagt worden. „Die vom Bauamt haben einfach Angst davor, Fehler zu machen und sich Beschwerden einzuholen, darum versuchen sie lieber gleich, alles Mögliche zu unterbinden“, zitiert ihn die Zeitung.
Als krönendes Beispiel für den Ämterwahn führt der Club-Chef schließlich Bryan Adams (55) an. Der kanadische Musiker hat in unmittelbarer Nachbarschaft eine Halle gekauft (KURIER berichtete), wurde aber angeblich belehrt, dass er hier nicht übernachten dürfe. Für Freyschmidt steht fest: In Treptows Ämtern herrscht eine „unglaubliche Angst vor allem Fremden und Innovativen.“
Der zuständige Bauamts-Chef ist irritiert: „Ich hatte Herrn Freyschmidt meine Unterstützung angeboten, aber er hat sich nie gemeldet“, sagt Rainer Hölmer (53). „Es ist sehr bedauerlich, dass das Kiki Blofeld den Bezirk verlässt, aber Gesetze können auch wir nicht ändern.“ Denn: Bis heute habe der Club keinen vollständigen Bau-Antrag eingereicht.
„Faktisch war die Nutzung des Clubs somit illegal, was wir geduldet haben.“ Immer wieder habe man freundlich nachgefragt und auf fehlende Unterlagen hingewiesen – vergeblich.
In diesem Jahr hätte das „Kiki Blofeld“ ohnehin schließen müssen. Die Reinbeckhallen werden nämlich saniert. nic
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