DDR-Devisenbeschaffer

Millionen-Betrüger Axel Hilpert tot im Knast

Er wurde am Donnerstagmorgen in seiner Zelle gefunden.

Philippe Debionne_richtig
Lesezeit 2 Min
Axel Hilpert wurde 2017 wegen Betruges zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Jetzt fand man ihn tot in seiner Zelle. 

Axel Hilpert wurde 2017 wegen Betruges zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Jetzt fand man ihn tot in seiner Zelle. 

© dpa

Ein Sprecher der Berliner Justizverwaltung bestätigte, dass ein 70-jähriger Mann am Morgen tot in seinem Bett gefunden worden sei. Es werde „davon ausgegangen, dass eine natürliche Todesursache“ vorliege. Wie in solchen Fällen üblich, sei aber eine Obduktion angeordnet worden, um die genaue Todesursache zu ermitteln.

Hilpert hat für die Stasi gearbeitet

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte Hilpert im Februar 2017 im Zusammenhang mit dem Bau des luxuriösen Hotelresorts Schwielowsee zu drei Jahren und neun Monaten Haft wegen Betrugs verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er mit einem undurchsichtigen Firmenkonstrukt die Baukosten künstlich in die Höhe getrieben hatte. Die Brandenburger Landesinvestitionsbank ILB sei damit um 2,6 Millionen Euro Fördergeld betrogen worden.

Hilpert war zu DDR-Zeiten Potsdamer Chefeinkäufer für Kunst und Antiquitäten im sogenannten Koko-Imperium des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski. Nach der Wende betätigte sich Hilpert auch als Immobilienmakler. Im Rahmen eines Untersuchungsausschusses räumte Hilpert 1993 ein, 18 Jahre lang für die Stasi gearbeitet zu haben.

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