Mittes Bürgermeister

Die Mauer muss weg (bleiben)

Stephan von Dassel würde sie lieber nach Babelsberg verbannen.

BK
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Das ist das Gelände, das mit einer Mauer abgeriegelt werden soll. Bis zu 20.000 Besucher können hinein.

Das ist das Gelände, das mit einer Mauer abgeriegelt werden soll. Bis zu 20.000 Besucher können hinein.

© Berliner Festspiele

Zwischen Unter den Linden und Oberwallstraße soll das Areal mit Staatsoper und Kronprinzenallee vom 12. Oktober bis 9. November mit dem Mauer-Nachbau abgeriegelt werden. So plant es der Veranstalter, die Berliner Festspiele. „Angesichts der Ausdehnung des Projektes halte ich es für sehr ambitioniert, dass es in sechs Wochen eröffnen kann“, sagte von Dassel der RBB-Abendschau. „Im Moment habe ich das Gefühl, dass es besser nach Babelsberg gehört als in die Mitte der Hauptstadt.“

Bezirk erfuhr erst vor wenigen Wochen von dem Projekt

Mit Babelsberg bei Potsdam meint der Bezirksbürgermeister den dortigen Filmpark. Von Dassel will so verdeutlichen, „dass dort der Aufbau des Projektes wesentlich problemloser ist, als in einem so dicht besiedelten Gebiet wie in Mitte“, sagte er dem KURIER.

Der Grund: Vom Mauer-Projekt, das im Geheimen schon seit einem Jahr geplant wird, erfuhr der Bezirk Mitte erst vor wenigen Wochen. Mit der Verkehrslenkung Berlin soll das Bezirksamt nun kurzfristig das Kunstprojekt genehmigen. „Großveranstaltungen wie der Tag der Deutschen Einheit oder die Fanmeile zeigen, dass Genehmigungsverfahren für solche Projekte einen viel längeren Vorlauf brauchen“, sagte von Dassel dem KURIER.

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel würde das Mauer-Projekt lieber in Potsdam als in Mitte haben.

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel würde das Mauer-Projekt lieber in Potsdam als in Mitte haben.

© picture alliance / Sophia Kembow

Besonders, wenn es um die Sicherheit der Besucher und Anwohner geht. Für Zufahrten der Rettungsfahrzeuge müsse jeder Winkel des Areals ausreichend geprüft werden. „Man stelle sich vor, es passiert etwas, und die Feuerwehr muss vor der Mauer stehen bleiben, weil sie nicht aufs Gelände kommt“, sagt von Dassel. „So ein Genehmigungsverfahren braucht daher mehr Zeit.“ Mittes Behörden wollen am Freitag ein erstes Fazit für eine Genehmigung abgeben. „Ich befürchte, es wird ein Nein werden“, sagt von Dassel.

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