Daten sammeln? "Mit mir nicht!" So schützen Sie Ihre Privatsphäre am besten vor den Blicken des Mega-Internetkonzerns

Google aussperren

BK
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Google ist weltweit die erfolgreichste Suchmaschine. Doch das nette Image des Internetkonzerns aus dem kalifornischen Mountain View hat Risse bekommen. Die Datensammelwut des Unternehmens beobachten Verbraucher- und Datenschützer mit Sorge. Die Zeitschrift "PC-Welt" (8/2010) gibt Tipps, wie Nutzer ihre Privatsphäre besser schützen können.So arbeitet Google: Über Google-Dienste wie "Text & Tabellen", "Analytics" oder "Toolbar" legt das Unternehmen fleißig Nutzerprofile an und kann auf diese Weise zum Beispiel identifizieren, wonach Anwender suchen, wo sie sich befinden, was sie anklicken und kaufen, welche Fotos sie sich ansehen und vieles mehr. Alle Produkte von Google haben das Ziel, Computern aufgrund der festgestellten Nutzung passende Produkte, Suchergebnisse und Werbung zu präsentieren. Zwar ist es fast unmöglich, dem fein gesponnenen Netz zu entkommen, doch wer im Internet weitgehend anonym bleiben möchte, sollte einige Grundregeln beachten.Cookies verweigern: Google legt auf jedem Computer ein so genanntes "Cookie" ab, eine kleine Textdatei, die zwei Jahre lang gültig ist und dazu dient, einen PC immer wieder zu identifizieren. Um das zu verhindern, sollten Anwender das Speichern von Cookies in den Browser-Einstellungen verweigern. Außerdem sollte man einen anonymen Proxy-Server benutzen. Damit arbeitet auch die Firefox-Erweiterung "Googlesharing" - damit können sich Google-Nutzer unkenntlich machen.Surfspuren vernichten: Der Internet-Browser sollte so eingestellt sein, dass er nach jeder Sitzung automatisch den Verlauf und Cache löscht.Vorsicht bei "Text & Tabellen": Googles kostenlose Büro-Software "Text & Tabellen" läuft komplett auf Google-Servern im Internet. Besonders vertrauliche Schreiben und Kalkulationen sollten Anwender weiterhin mit den herkömmlichen Office-Programmen am Computer anfertigen. Auch für unterwegs sind solche Unterlagen auf einem verschlüsselten USB-Stick besser aufgehoben als im Internet, so "PC-Welt"."Google Toolbar" deinstallieren: Die Internet-Browser-Erweiterung "Google Toolbar" erscheint mit ihrem Suchfenster zunächst sehr nützlich. Vielmehr aber ist sie eine Einladung des Nutzers an Google, ihm bei allen Internetaktivitäten über die Schulter schauen zu lassen. Wer sich davor schützen möchte, kann die "Google Toolbar" im Menüpunkt "Systemsteuerung" am PC schnell und einfach deinstallieren.------------------------------Werbung nach MaßInfobox: Die Vision eines Marketings, das den Kunden auf Schritt und Tritt in den Blick nimmt, ist auch außerhalb des Internets Realität. In US-Einkaufszentren werden Passanten oft von Kameras beobachtet, die in digitalen Werbetafeln versteckt sind. Durch eine Software zur Gesichtserkennung erscheint eine maßgeschneiderte Werbebotschaft. Der Motoröl-Hersteller Castrol erfasste so in London Autokennzeichen vorbeifahrender Wagen, ermittelte über eine Datenbank Marke und Baujahr und empfahl auf der Tafel das passende Motoröl. Nach Bürgerprotesten wurden die Tafeln abgenommen. Manche Firmen nutzen die GPS-Module moderner Handys, um Kunden Reklame passend zum Aufenthaltsort zu schicken.------------------------------BU: Augen auf im Internet: Google blickt Surfern gern über die Schulter.

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