Am gespenstischen Trümmerfeld in Hordorf zeichnen sich die Umrisse von Menschen im blutgetränkten Schnee ab. Zehn Fahrgäste kamen ums Leben, als ihr Regionalzug nachts auf dem Weg von Magdeburg nach Halberstadt (Sachsen-Anhalt) bei dichtem Nebel frontal in einen schwer beladenen Güterzug raste. Die Wucht zerriss den Waggon des Harz-Elbe-Express, schleuderte ihn aus dem Gleis. 164 Helfer waren die Nacht vor Ort, um Überlebende aus dem zerfetzten Bahnwaggon zu befreien. In Kliniken ringen Ärzte um das Leben von 23 teils schwer verletzten Opfern. Angehörige können das Grauen nicht fassen: Wie konnte es am späten Samstagabend zu einem der schlimmsten Zugunfälle in Deutschland kommen? Hat einer der Lokführer ein Haltesignal übersehen? Möglicherweise wurde die Nebenstrecke zur Todesfalle, weil sie nur eingleisig befahrbar ist.------------------------------
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