Das tut weh!

Ideenlos, mutlos, torlos – also auch punktlos!

Ein Satz mit X: Das war nix! Eine Traumkulisse von 61.118 Zuschauern im Olympiastadion zum Bundesliga-Auftakt. Doch aus der Party wurde am Ende nur Frust.

Wolfgang Heise
Lesezeit 3 Min
Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.

Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.

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Nürnbergs Timothy Chandler (l.) im Zweikampf mit Herthas Tunay Torun.

Nürnbergs Timothy Chandler (l.) im Zweikampf mit Herthas Tunay Torun.

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Da war's passiert:

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Kraft geschlagen

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Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.

Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.

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Trainer Markus Babbel bemühte nach der enttäuschenden Vorstellung ein Sprachbild: „Das war so, als ob man mit seinen Kindern in den Spielzeugladen geht und keiner nimmt etwas. Okay, den einen Vorwurf muss ich mir machen. Ich habe nicht gesagt: Kinder, ihr könnt euch etwas nehmen!“

Muss ein Trainer wirklich seinen Spielern sagen, dass man im ersten Heimspiel nur mit Toren gewinnt und sich dafür auch mal nach vorne bewegen muss? Wenigstens die Fans gingen vor dem Anpfiff in die Offensive und hissten die Hertha-Fahne in der Ostkurve. 40 Meter hoch rankte sie knapp über dem Stadiondach. 40 Punkte, so viele braucht Hertha für den Klassenerhalt. Doch so wird das ganz schwer. Verteidiger Maik Franz: „Es war so eine tolle Stimmung, wir konnten sie nur nicht auf dem Platz erwidern.“

Hertha wirkte wie gelähmt, schaffte es nicht, ein Offensiv-Spiel gegen die aggressiven Nürnberger aufzubauen. Die Stürmer Adrian Ramos und Pierre-Michel Lasogga bekamen fast keinen Ball, keine Pässe von Andreas Ottl, Peter Niemeyer, Patrick Ebert und Tunay Torun. Babbel: „Ich habe schon vor dem Spiel gespürt, dass sich das Team einen enormen Druck aufgebaut hat. Alle wollten es besonders gut machen. Das hat gelähmt und so hat uns der Mut verlassen.“ Keine Torchance in der ersten Halbzeit.

Auch mit der Einwechslung des Brasilianers Raffael (für den schwachen Torun) nach der Pause änderte sich nicht viel. Raffael, der ab der 55. Minute nach einer Kopfverletzung mit Turban spielte, konnte dieses verkorkste Spiel auch nicht mehr drehen.

Doch nicht mal der eine Punkt blieb den Blau-Weißen. In der 80. Minute narrte der gerade eingewechselte Nürnberger Hegeler mit einem Haken Verteidiger Franz im Strafraum. Den Rückpass nahm Stürmer Pekhart aus vollem Lauf und traf zum 1:0.

Kapitän Andre Mijatovic, der als Abwehrchef eigentlich die Defensive im Griff hatte, war angefressen: „Wenn du gar nichts nach vorne tust, kannst du hinten warten, dass du einen reinkriegst.“

Hertha, so wird das eine ganz schwere Saison. Habt endlich wieder Mut, am besten gleich nächsten Sonnabend beim HSV.

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