Das Aus wäre kein Beinbruch

Mathias Bunkus
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Ich sitze in den Überresten des alten Green-Point-Stadions. Dort, wo 2003 die große 46664-Aids-Benefiz-Gala (Nelson Mandelas Häftlings-Nr. auf Robben Island) mit Bob Geldof, Peter Gabriel und den Eurythmics stieg. Hier, unweit des neuen Cape-Town-Stadium, ist das Pressezentrum. Meine Gedanken kreisen um den Fight gegen Argentinien. Nein! Nein! Nein! Ich will nicht, dass Jogis Fohlenstall verliert. Mögen die Gauchos auch das bessere Team haben. Ich will weiter. Nach Durban ins Halbfinale, ins Finale nach Johannesburg.Aber das Leben ist kein Ponyhof. Undenkbar ist ein Aus nicht.Und dann wäre Deutschland im Viertelfinale gescheitert. Viertelfinale? Jürgen Klinsmann hat 2006 alles andere als die Vorschlussrunde eine Enttäuschung genannt. Überhaupt sind wir in der jüngeren Geschichte nur zweimal nach der Runde der letzten Acht gescheitert. 1994 in den USA durch das 2:3 gegen Bulgarien. 1998 in Frankreich durch das 0:3 gegen Kroatien (0:3). Bittere Pleiten! Desaster! Katastrophen! Diesmal ist das anders. Diese junge Elf ist noch lange nicht am Höhepunkt. Sie entwickelt sich. Und hat auf diesem Weg uns und die Welt begeistert. Das ist kein alter Teutonen-Kick mit stur geschlagenen langen Bällen. Das ist Ein-Kontakt-Fußball modernster Prägung. Diese WM ist auch ein Erfolg, wenn Jogis junge Löwen heute nach hartem Kampf verlieren sollten.------------------------------Zitat: "Das Team ist noch nicht am Höhepunkt"

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