Darum hat der Westen Mubarak unterstützt

+++ REVOLTE IN ÄGYPTEN +++

BK
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"Alarmstufe Rot" in Israel: Der drohende Sturz des ägyptischen Herrschers Husni Mubarak hat in Tel Aviv den Besuch von Kanzlerin Angela Merkel überschattet. Während sie zaghaft von Mubarak mehr Demokratie und einen friedlichen Übergang in Kairo forderte, drängt Benjamin Netanjahu indirekt darauf, dass der Westen Mubaraks Sturz verhindert.Kein Zweifel: Der Westen hat Mubarak 30 Jahre lang hofiert - "aus Angst vor einer Machtübernahme durch islamistische Kräfte", räumt die Ex-Staatssekretärin im Außenamt Kerstin Müller ein. Die Furcht: Die Muslimbrüder könnten die Macht übernehmen - wie 1979 Ayatollah Chomeini im Iran. Neben den Saudis galt Mubarak als wichtigster Pfeiler der US-Außenpolitik in Nahost, als wichtiger Faktor für ein Friedensabkommen mit Israel. Die USA rüsteten deshalb seine Armee massiv auf. Unter "Pharao" Mubarak konnte man sich in Washington darauf verlassen, dass das ägyptisch-israelische Friedensabkommen von 1979, das Mubarak-Vorgänger Anwar as-Sadat unterzeichnete, respektiert wurde. Mubarak hielt selbst in Extremsituationen still, etwa bei der israelischen Gaza-Offensive 2009.Weil er als "Bollwerk" gegen den Islamisten galt, wurden auch bei "schweren Menschenrechtsverletzungen beide Augen zugedrückt", so Müller. Sorgen machen dem Westen auch die zehn Millionen Kopten - die größte christliche Gemeinde in den arabischen Ländern. Bei den Kopten nimmt die Angst vor Pogromen durch radikale Islamisten zu, sollte der Kopten-Schutzpatron Mubarak stürzen.------------------------------

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