Darf's ein bisschen weniger sein?

Mini-Essen, Maxi-Preise

Kleines Obst und Gemüse ist beliebt, aber nicht günstig.

BK
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Auch die Mini-Gurke liegt  im Trend. Auf der Messe am Funkturm gibt es noch mehr.

Auch die Mini-Gurke liegt  im Trend. Auf der Messe am Funkturm gibt es noch mehr.

© imago/imagebroker/schauhuber

Eltern schmuggeln ihren Kindern solche Cocktailtomaten schon länger in die Brotdose. Auch andere greifen zu. Zuletzt waren etwa 40 Prozent der Tomaten, die Kunden für ihren privaten Haushalt kauften, kleine Sorten. 2012 habe der Anteil noch bei 31 Prozent gelegen, sagt Michael Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI).

In Städten ist die Nachfrage nach Mini-Essen größer

Mittlerweile gibt es auch andere kleine Gemüsesorten. Auf der Messe Fruit Logistica (7. bis 9. Februar ) sind sie zu sehen. Koch sieht dafür mehrere Gründe. Der erste hat mit gesundem Essen zu tun. Minipaprika und kleine Tomaten seien einfach praktisch, um sie zwischendrin als Snack zu essen. Man braucht weder Messer noch Teller. Auch Rewe sieht eine steigende Nachfrage nach Obst und Gemüse für zwischendurch.

In gut besuchten Filialen in den Städten sei die Nachfrage nach solchen vegetarischen Snacks höher als in ländlichen Gebieten. Edeka beobachtet, dass Kunden kleines Gemüse auch gerne zum Grillen nehmen. Und Aldi Nord weitet sein Obst- und Gemüsesortiment derzeit aus und setzt auch auf kleine Sorten.

Tomaten sind gesund. In Mini-Form werden sie immer beliebter. 

Tomaten sind gesund. In Mini-Form werden sie immer beliebter. 

© imago/imagebroker

Kleines Gemüse ist deutlich teurer

Man könnte natürlich große Möhren in Stifte schneiden. Oder die Paprika in Streifen. Aber so geht es schneller. Gerade Singles und Kinder greifen gerne bei den Miniaturformen zu. Ein weiterer Vorteil: Eine Mini-Wassermelone lässt sich einfacher schneiden und essen.

Wer dem neuen Trend folgt, muss aber tief ins Portemonnaie greifen: Kleines Gemüse ist auch laut AMI-Zahlen oft teurer als großes – und zwar deutlich. Große Rispentomaten kosteten Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,25 Euro pro Kilogramm – Cocktailtomaten 4,65 Euro. Für normale Bananen zahlten Kunden durchschnittlich 1,32 Euro pro Kilogramm. Für kleine gelbe und rote Bananen mussten sie fast dreimal so viel ausgeben. Nicht alle Testkäufer finden, dass sich das lohnt. „Enttäuschend“, sagt ein Kunde, „Eine normale Banane in klein. Aber sie hat mich einfach neugierig gemacht.“

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