Dardai über Grujic

„Der Konter zum 1:1 war der beste Spielzug seit zehn Jahren!"

Herthas Coach Dardai lobt den Serben nach dem 2:2 gegen Schalke.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Hat Grund zu lachen: Pal Dardai.

Hat Grund zu lachen: Pal Dardai.

© City-Press GmbH

Die Gala-Konter-Szene in der 39. Minute noch mal in Zeitlupe: Grujic erobert den Ball vor dem eigen Strafraum, passt zu Arne Maier. Der Youngster marschiert mit Ball nach vorne, Grujic – im Windschatten – stürmt auch los. Maier passt kurz vor dem Schalker Strafraum zu Ondrej Duda. Der Slowene leitet per Hacke ohne viel zu schauen, schlafwandlerisch sicher zu Grujic, der zum 1:1 einnetzt. Ein Konter in Perfektion, eine Szene für jeden Video-Lehrgang auf einer Fußballakademie.

Das Ganze dauerte gerade mal 10 Sekunden. Grujic, der nach seiner Verletzungspause zum ersten Mal wieder volle 90 Minuten spielte, war einfach nur happy: „Das war ein schöner Spielzug von uns. Das war heute ein gewonnener Punkt für uns. Keiner darf vergessen, dass Schalke Champions League spielt und wir sind ein junges Team.“

Mittelfeldspieler meistern Mehrarbeit

Aber eines mit Riesenpotenzial, besonders wenn der Leihspieler vom FC Liverpool Regie führt. Hertha hat spielerisch in dieser Saison zugelegt. Natürlich auch, weil Duda endlich seinen Durchbruch geschafft hat. Dardai: „So einen Hackentrick kann eben nur Ondrej bei uns.“

Nein, an diesem Punkt ist wirklich nichts schlecht zu reden. Diese Partie zeigte dem Trainer, dass die Entwicklung des Teams immer weiter geht. Auch deswegen war er einen Tag später richtig gut gelaunt.

Nach einer Viertelstunde stellte Dardai das System von Dreier-Kette auf Vierer-Abwehrreihe um, weil Karim Rekik und Marvin Plattenhardt Schwierigkeiten im Gang nach vorne hatte. Das verlief ohne holpern. Dardai: „Die Jungs können beide Systeme, das üben wir seit Jahren. Natürlich war das Mehrarbeit dann im Mittelfeld für Fabian Lustenberger, Grujic und Duda. Aber sie haben sich durchgebissen.“

Spielerisch geht es voran, aber auch kämpferisch. „Das war ein aggressives Spiel von Schalke. Aber wir haben in den Zweikämpfen gegengehalten und zweimal den Rückstand wieder wettgemacht.“ Hertha wird härter. So wird Grujic den Gegnern noch öfter die Zunge zeigen.

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