Als Offensivspieler gehört der 26-Jährige halt automatisch zu den Spielfiguren, mit denen Trainer Urs Fischer gern Rochaden veranstaltet. In der Offensive gibt es keinen einzigen Akteur, der sich seines Startelfplatzes sicher sein kann. In der Abwehr sieht Fischer ein Gerüst als wichtig an, vorne bewirken seine Rochaden einen Schuss Anarchie, machen das Union-Spiel unberechenbarer.
"Er zeigt gute Reaktionen"
Das hat Gogia akzeptiert. „Er zeigt gute Reaktionen, bleibt immer positiv“, so Fischer über den Ex-Dresdner. Der ist zwar von seiner überragenden Zeit bei den Sachsen (10 Tore in 22 Spielen) noch entfernt, doch er scheint in seinem zweiten Jahr in Köpenick besser in den Tritt zu kommen.
Vier Buden hat er schon erzielt, damit doppelt so viele wie im Vorjahr. Er ist also auf einem ähnlichen Kurs wie einst bei Dynamo. Dabei stand er nur 853 Minuten auf dem Feld. Durchschnittlich trifft Gogia also alle 213,25 Minuten. Der Treffer beim FCM rettete den Köpenickern sogar einen Punkt.
Gelb für Abduhllahi
Ein bisschen wurde Fischer zu seinem Glück gezwungen durch die Verwarnung von Suleiman Abdullahi. „Das kann einen auch aus dem Rhythmus bringen. Ich wollte eigentlich nicht so früh wechseln. Wenn du das vor der 60 Minute machst, beraubst du dich einer Möglichkeit. Was ist, wenn sich ein Abwehrspieler verletzt? Dann hast du nur noch einen, den du bringen kannst“, so Fischer. Doch Schiri Felix Brych hatte Abdullahi unmissverständlich klar gemacht, dass er beim nächsten Foul fliegt.
Fischer sah sich zum Handeln gezwungen, brach aber eine Lanze für den Nigerianer.
Beistand für Manni
„Ich muss Manni da ein bisschen in Schutz nehmen. Das war ein korrekter Zweikampf. Er war einfach schneller und besser und nimmt dem Gegner den Ball weg, aber der Schiri sagt, dass ist das dritte Foul! Ich habe mir diese Aktion mehrfach angesehen. Man muss da nicht Gelb geben. Er hat sich dann noch gut durch die letzten Minuten geschleppt bis zur Pause, mehr wollte ich dann nicht riskieren“, sagte Unions Trainer.
Wer weiß, wie das Spiel sonst gelaufen wäre. „Hätte, Wenn und Aber. Es ist, wie es ist“, so Fischer und freute sich mit Gogia über dessen Tor: „Andy hat sich und uns belohnt. Seine Einstellung ist top. Auch im Training. Aber es gelingt ihm halt nicht immer alles. Da muss er weiter an sich arbeiten, dass er Situation besser lösen kann.“
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