Ärger im St. Oberholz

Wenn Gäste ihr eigenes Essen mitbringen

Jetzt gibt es keine Selbstbedienung mehr im Coworking-Café

Klara Niederbacher
Lesezeit 2 Min
Das St. Oberholz am Rosenthaler Platz.

Das St. Oberholz am Rosenthaler Platz.

© imago/STPP

Weil viele Gäste nicht genug bestellen, hat der Mitbegründer des Coworking-Cafés St. Oberholz, Ansgar Oberholz, seinem Ärger Luft gemacht.

In einem Artikel auf der Website coworkinginsights.com (ins Deutsche übersetzt auf www.netzpiloten.de) berichtet Oberholz von Gästen, die nach heißem Wasser für mitgebrachte Fünf-Minuten-Terrine fragen und mit den Kellnern darüber diskutieren, ob der mitgebrachte Kebab nun weggepackt werden sollte oder nicht.

Der Café-Besitzer schreibt, dies deute auf ein vermindertes Schuldempfinden und unterdrückte Schamfähigkeit hin. Der unausgesprochene Deal zwischen dem Coworking-Café und seinen Gästen scheine nicht mehr aufzugehen. Nämlich, dass Gäste kostenlose Angebote wie den Platz für ihren Laptop, Strom und W-Lan für ihre Arbeit nutzen könnten und dafür die Produkte des Cafés angemessen konsumieren.

Auch in anderen Coworking-Cafés sei die Selbstverständlichkeit, dass in einem Café auch konsumiert werde, wenn man dort über einen langen Zeitraum verweile, nicht mehr ausreichend gegeben. 

Damit dieser Trend im Berliner St. Oberholz nicht anhält, setzt der Café-Chef nun wieder auf Kellner, die die Bestellungen am Tisch annehmen. Selbstbedienung an der Theke gibt es nicht mehr. kln

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com