„Es war das schlechteste Heimspiel, seit ich hier Trainer bin. Wir müssen uns alle sammeln, wir sind alle ein bisschen enttäuscht“, legte der Ungar los. Der Satz sitzt erst mal.
„Darüber müssen wir reden"
Nach dem starken 2:0 in Leverkusen jetzt diese hilflose, ideenlose Vorstellung gegen Mainz. Der Sprung nach oben in der Tabelle? Wieder nichts! Dardai steht festgewurzelt wie eine Eiche und erklärt noch mal den Status quo von Hertha BSC im Jahre 2018: „Man kann ja viele Wünsche haben. Aber wir brauchen erst mal 40 Punkte für den Klassenerhalt. Das wird sehr hart. Wir haben mit dieser jungen Mannschaft noch nicht die Stabilität. Uns fehlt die Konstanz. Wir haben immer wieder Schwankungen. Das ist nicht gut. Das sind jetzt Erfahrungen, die nächste Saison sehr wertvoll sein können.“
Dann geht der Coach ins Detail: „Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen. Mainz war aggressiver. Wir haben die ganze Woche darauf hingewiesen. Daraus ist nichts geworden. Darüber müssen wir reden.“ Es gibt keine Kabinenpredigt, doch Dardai kündigt für nächste Woche Einzelgespräche an.
Trainer Pal Dardai ist nach dem 0:2 gegen Mainz enttäuscht und spricht Herthas Schwächen knallhart an.
© Matthias Koch
„Das wird Zeit. Nach drei Jahren sind wir zu einem Punkt gekommen, an dem wir in Vier-Augen-Gesprächen einiges besprechen und durchführen. Ich muss nicht nur sagen, was ich als Trainer nicht in Ordnung finde, sondern auch als Mensch. Ich kann Rat geben, wie man sich besser auf Fußball konzentrieren kann. Nicht nur um Fußball, sondern auch um Privates“, erklärt er.
Im Offensivspiel lief fast nichts zusammen. Die Flügelspieler Salomon Kalou und Valentino Lazaro wurden von den Mainzern konsequent aus dem Spiel genommen. Dardai: „Manchmal sogar mit Härte über die Grenzen hinaus. Die wurden erledigt.“
Hertha sucht sich selbst
Er sagt aber auch: „Dann ist aber Raum in der Mitte und der wurde von uns nicht richtig genutzt. Es wurden auch keine Signale gesetzt. Da müssen sich die erfahrenen Spieler fragen lassen, warum nicht?“ Die Adressaten sind Per Skjelbred, Fabian Lustenberger und Vladimir Darida.
Der hochtalentierte Arne Maier konnte nicht spielen, weil er mit einem Grippe-Virus flach liegt. Er wird auch im nächsten Spiel bei Bayern nicht dabei sein. „Aber wir sind schon so weit, dass wir von einem 19-Jährigen abhängig sind, wenn es um das Spiel nach vorne geht“, erklärt Dardai. Hertha sucht sich selbst ...
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