51 Millionen Euro hat das Land Berlin 2018 durch die Einführung der City-Tax eingenommen, die Steuer also, die die Stadt seit 2014 auf Hotelübernachtungen erhebt. Das teilte die Senatsverwaltung für Wirtschaft auf Nachfrage mit. Die Steuer wird auf den Hotelpreis aufgeschlagen, fünf Prozent auf den Übernachtungspreis. Zum Vergleich: 2014, also in dem Jahr der Einführung, kassierte Berlin etwa 29 Million Euro von seinen Gästen.
Was passiert mit der City-Tax?
Doch was passiert mit dem Geld? Auch wenn die Steuer nicht direkt und zweckgebunden in die Tourismuspolitik fließt, sondern in den Berliner Haushalt, stehen jedem Bezirk seit 2017 jährlich bis zu 40.000 Euro für touristische Projekte zur Verfügung.
Sieben Bezirke – Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick – haben dazu extra ein eigenes Konzept entwickelt. Geld wurde 2019 zum Beispiel für das Weihnachtslicht in Schmargendorf (10.000 Euro), für die Stärkung des Marketings am Schloss Britz oder die Islandpferde-Weltmeisterschaft in Lichtenberg ausgegeben. Der bei Gästen beliebte Ausgehbezirk Friedrichshain-Kreuzberg setzt sein Geld seit 2017 für sein fair.kiez-Konzept ein, das den stadtverträglichen Tourismus fördern soll.
Der Bezirk steht vor der Herausforderung, Anziehungspunkte für Touristen zu erhalten und die Kieze zugleich für Anwohner weiterhin lebenswert zu gestalten. Das ist auch ein Schwerpunkt des übergeordneten Tourismuskonzepts des Senats, der die Bezirke unterstützt, entweder bei der Entzerrung – also der Steuerung – der Touristenströme oder eben beim Marketing für Gegenden, die sich mehr Gäste wünschen. Die am stärksten frequentierten Innenstadt-Bezirke sind Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg.
Florian Swyter, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, sagte zu den City-Tax-Einnahmen: „Die Rekordeinnahme aus der City-Tax in Höhe von 51 Mio. Euro zeigt, dass Berlin ein sehr attraktives Ziel für Touristen aus aller Welt ist. Allerdings sollten diese Mittel auch vollständig für die Tourismusbranche verwendet werden, was bis heute bei Weitem nicht der Fall ist.“
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