„Die Konjunktur kühlt sich ab“ – das hört man dieser Tage überall. Meist mit einem Ausdruck der Sorge auf dem Gesicht, gepaart mit Lamentos über „die Politik“, die das nicht verhindert hat, „die Medien“, welche „Deutschland verfrüht abschreiben“ oder gleich „die Idioten“, die überhaupt nicht begreifen, worum es geht.
Eine abkühlende Konjunktur ist auch gut für den Klimawandel
Wobei sich häufig der Eindruck aufdrängt, dass „die Idioten“ eigentlich alle sind, die nicht mit dem Sprecher befreundet sind. Bei aller Sympathie für klare Feindbilder bleibt die Frage: Ist es in diesen Zeiten, wo man sich häufig nach einem kühlen Lüftchen sehnt, vielleicht sogar ganz gut, wenn nicht nur der Kühlschrank kühlt, sondern auch die Konjunktur?
Könnte man eventuell sogar das eine durch das andere ersetzen?
„Liebling, ich habe den Kühlschrank entsorgt – wir haben jetzt eine abkühlende Konjunktur, das ist viel klimafreundlicher!“ „Prima! Ich habe mir heute auch etwas abkühlende Konjunktur auf eine Prellung getan – es wurde sofort besser!“
Eine abkühlende Konjunktur hat in der Tat nicht nur negative Effekte. Endlich tut mal jemand was gegen den Klimawandel – nämlich die Konjunktur!
Eine kühle Konjunktur hat auch Grenzen
Als 2009 aufgrund gewisser „umweltfreundlicher Aktivitäten der Banken“ eine Rezession entstand, ging der CO2-Ausstoß zurück.
Weniger Konjunktur ist gleich weniger CO2-Ausstoß ist gleich weniger Klimakatastrophe.
Sollte die Konjunktur irgendwann mal in eine richtige Eiszeit schliddern, kommen wahrscheinlich auch die Gletscher wieder zurück! Natürlich gibt es auch Grenzen einer kühlen Konjunktur. Spätestens wenn der Gastwirt kein „kühles Helles“ mehr serviert, weil das ja die Konjunktur „anheizen“ könnte …
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