Chaos in Köpenick

Wegen eines Rohrbruchs kommt eine weitere Baustelle hinzu

In der Seelenbinderstraße platzte am Donnerstagmorgen ein Wasserrohr.

Andreas Kopietz
Lesezeit 2 Min
Die Seelenbinderstraße war überflutet.

Die Seelenbinderstraße war überflutet.

© Morris Pudwell

Wer Köpenick mit dem Auto erreichen will, hat es ohnehin schon schwer – auch, weil die wichtige aber marode Salvador-Allende-Brücke seit Januar gesperrt ist und die Lange Brücke eine Behelfsbrücke ist und nur mit 10 km/h befahren werden darf.

Am Donnerstag kam ein neues Hindernis hinzu: In der Seelenbinderstraße platzte gegen 9 Uhr eine marode gusseiserne Wasserleitung mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern. Das Wasser überspülte die Fahrbahn. Und es unterspülte die Straßenbahngleise.

Die Straße musste deshalb komplett gesperrt werden. Die Straßenbahnlinien 60 und 61 nach Friedrichshagen wurden unterbrochen. 

30 bis 50 Meter Rohr müssen in der Seelenbinderstraße ausgewechselt werden

Mit Blaulicht fuhren Mitarbeiter der Wasserbetriebe zum Ort der Havarie. Als sie an einem Abzweig, der an der Ecke Bahnhofstraße verläuft, den Schieber der Leitung zudrehen wollten, hätten sie festgestellt, dass dieser sich nicht bewegen ließ, sagte Stefan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe. Die Arbeiter mussten einen weiter entfernt liegenden Schieber benutzen.

Verkehrsteilnehmer müssen sich jetzt auf eine weitere Baustelle einstellen: In der Seelenbinderstraße müssen nach den Worten von Natz 30 bis 50 Meter Wasserrohr ausgewechselt werden. 

Auch an der Bahnhofstraße wird der Schieber ausgewechselt – eine weitere Baugrube entsteht. Die Wasserbetriebe wissen, dass dort die 40 Zentimeter dicke Leitung unter der rechten Fahrspur liegt. Also dürfte es ab jetzt auch in der Bahnhofstraße in Richtung Osten langsamer gehen.

Die BVG hat für die Tram-Linien 60 und 61 einen Schienenersatzverkehr eingerichtet

Für die Bauarbeiten haben die Wasserbetriebe nach einer ersten Schätzung zwei Wochen veranschlagt. Ob die Gleise der Straßenbahnlinien 60 und 61 in der Seelenbinderstraße ausgewechselt werden müssen, ist nach Angaben eines BVG-Sprechers noch unklar. Die BVG habe einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

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