Berlin - "Wenn mir das einer vor einem Jahr gesagt hätte, hätte ich ihn für einen Träumer gehalten." Manager Bob Hanning ist sich des Quantensprungs der Füchse bewusst. Heute (17.30 Uhr/Sport1) steigt bei Rekordmeister THW Kiel das Spitzenspiel der Handball-Bundesliga. Noch besser - die Füchse sind sogar Favorit. Vom Papier her! Der amtierende Champion hat schon 7 Minuspunkte auf dem Konto und damit 2 mehr als die Füchse. Können Sie sich noch an den 19. September erinnern? Am 4. Spieltag schlugen Berlins Handball-Helden das Kieler Superstar-Ensemble mit 26:23 und wurden zu Champions-League-Sieger-Besiegern! Berlin stand kopf. Macht's noch einmal, Füchse! Mit einem Sieg beim THW ist Europa fast sicher: "Das wäre ein Riesenschritt dorthin", weiß Hanning. Doch der 43-Jährige bleibt wie immer Realist: "Auch wenn wir Kiel im Hinspiel nach einem Wahnsinnsspiel geschlagen haben und aktuell in der Tabelle vor ihnen stehen, sind wir so bodenständig, dass wir um unsere klare Außenseiterposition wissen. Alles andere wäre nicht zu vertreten."An der Förde hat man jedenfalls mächtig Respekt. "Im Rückraum haben die Füchse eine Besetzung, wie sie einem Champions-League-Anwärter gut zu Gesicht steht", fürchtet THW-Trainer Alfred Gislason die Ballermänner Alexander Petersson (87 Tore), Sven-Sören Christophersen (83) und Bartlomiej Jaszka (73). Fakt ist aber, dass die beiden besten Abwehrreihen der Liga die Partie entscheiden. Aber ausgerechnet in der sonst so bärenstarken Defensive sieht Füchse-Coach Dagur Sirgurdsson nach der WM-Pause und dem 33:28 gegen Pleite-Klub DHC Rheinland die Achillesferse. Der Isländer warnt: "Das war kein gutes Spiel von uns, die Abwehr schlecht. Das müssen wir abstellen." BU: Auch wenn WM-Allstar Alex Petersson die Füchse verlässt, hängt sich der Isländer im Kampf um Europa bis zum letzten Saisonspiel voll rein.
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