CDU-Mann fordert

Weg mit Karl und Rosa!

Und was sagen Berliner und Berlinerinnen dazu?

Mike Wilms
Lesezeit 1 Min
„Die Straßennamen sollen erhalten bleiben“, fordert Krankenschwester Nora (56) aus Prenzlauer Berg. Karl Marx sei schließlich einer der ganz großen Philosophen gewesen. Und Rosa Luxemburg „die menschlichste Politikerin, von der ich weiß“. Der CDU-Mann habe entweder keine Ahnung oder gehöre zu den Leuten, die „etwas totschweigen“ wollen. Der Kapitalismus habe viele Nachteile, Marx dagegen „Positives bewirkt“.

„Die Straßennamen sollen erhalten bleiben“, fordert Krankenschwester Nora (56) aus Prenzlauer Berg. Karl Marx sei schließlich einer der ganz großen Philosophen gewesen. Und Rosa Luxemburg „die menschlichste Politikerin, von der ich weiß“. Der CDU-Mann habe entweder keine Ahnung oder gehöre zu den Leuten, die „etwas totschweigen“ wollen. Der Kapitalismus habe viele Nachteile, Marx dagegen „Positives bewirkt“.

© Sabine Gudath

25 Jahre  nach der Wende   sei die Zeit der „Ersatzheiligen des Kommunismus“ vorbei. Die Straßen sollten lieber nach CDU-Kanzler Ludwig Erhard benannt werden. Seine soziale Marktwirtschaft habe ja auch im Osten „blühende Landschaften“ bewirkt.

Dazu sagt Ex-SPD-Chef Jan Stöß: „Karl-Marx-Allee abschaffen? Dümmer geht’s nicht mehr, CDU. Ihr gehört wirklich in die Opposition.“ Linken-Chef Klaus Lederer: „Wenn dieser vorgebliche CDU-Wirtschaftspolitiker von Karl Marx mehr gelesen hätte als den Namen auf Straßenschildern, wüsste er vielleicht, dass Politik dem Profitstreben von Konzernen Grenzen setzen soll.“ Die CDU äußerte  sich nicht.

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