Berlin - Frank Henkel (47) will aufräumen in der Berliner Politik. Das CDU-Präsidium nominierte ihn als Herausforderer von Amtsinhaber Klaus Wowereit (SPD). Gestern stimmte Henkel seine Partei beim Neujahrsempfang in der Zitadelle Spandau auf die Wahl ein.Die Strategie von Henkels Beratern ist klar: Der gebürtige Ost-Berliner gibt den Aufräumer. Als Macher, der die Politik wieder auf den rechten Pfad führt. Sein Versprechen: bessere Bildung, verlässliche Verkehrsstrategien, vernünftige Wirtschaftsentwicklung und Kampf gegen die Verwahrlosung der Stadt. Henkel: "Klaus Wowereit hat all die Jahre weggesehen, hat seine Senatoren vorgeschickt und zugeschaut, wie diese vor einem Problem nach dem anderen kapitulieren." Aber "ein Regierender Bürgermeister muss vorne stehen, wenn die Menschen Antworten brauchen. Ein Bürgermeister muss die Ärmel hochkrempeln, wenn sich die Probleme auftürmen." Das habe es hier lange nicht mehr gegeben. "Die Normalität funktioniert nicht mehr in unserer Stadt. Es ist Zeit, dass sich das ändert. Es ist Zeit, die Probleme an der Wurzel zu packen."Parteifreundin Stefanie Vogelsang nimmt dem Fraktionschef diese Freude ab: "Frank Henkel ist ein ehrlicher, authentischer Kandidat, kein Schauspieler. Er kann die Stadt besser regieren als der gleichgültige Wowereit." Eberhard Diepgen, bis 2001 Regierender in Berlin: "Er passt mit seinem sozialen Engagement zu Berlin. Der Union-Fan wird endlich dafür sorgen, dass die letzten Unterschiede zwischen Ost und West verschwinden."------------------------------
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