Am Freitag präsentierte Ex-Sozialsenator Mario Czaja (41) die Ergebnisse einer großen Mitgliederbefragung. „Eine Volkspartei, die so ein Wahlergebnis nicht als Weckruf versteht, wird nicht weiterarbeiten können“, sagte der Mahlsdorfer. 11.000 Berliner CDU-Anhänger hatten den zweiseitigen Fragebogen erhalten, knapp 1500 antworteten – und das ziemlich ausführlich. „Insgesamt war es mehr Text als Goethes Faust“, sagte Czaja.
Die CDU will Frauen stärker einbeziehen
Jetzt will die CDU-Führung Konsequenzen ziehen. Es soll mehr Diskussionsforen geben, auf denen die Basis über das Parteiprogramm mitentscheiden kann. Zu einzelnen Fragen soll es zudem Mitgliederentscheide geben. Der erste hat am Donnerstag begonnen: Bis Ende Juni möchte die CDU-Spitze wissen, ob sie den Volksentscheid zur Offenhaltung des Flughafens Tegel unterstützen soll. Ein anderes Anliegen: Die CDU will Frauen stärker einbeziehen.
Bisher ist ihr Anteil in Führungspositionen gering, gerade in der Abgeordnetenhausfraktion. Für eine Quote gibt es eine Mehrheit, Männer lehnen sie ab. Stattdessen soll es nun unter anderem Kinderbetreuung auf Parteitagen geben.
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