TV-Kommissarin

Caroline Peters steht auf stumme Filmstars

Die blonde Schauspielerin ist besonders von Pola Negri angetan.

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min
Caroline Peters findet die Kunst von Pola Negri „unglaublich dramatisch“.

Caroline Peters findet die Kunst von Pola Negri „unglaublich dramatisch“.

© dpa/Caroline Seidel

Bei den UFA-Filmnächten führt sie in „Die Bergkatze“ von Ernst Lubitsch, in „Unheimliche Geschichten“ von Richard Oswald und „Der Müde Tod“ von Fritz Lang ein.

„Die Bergkatze“ von 1921, eine echte „Räuberpistole“ hat es der Burgschauspielerin („Mord mit Aussicht“) besonders angetan: „Ich bin restlos begeistert, wie Pola Negri als extrem verführerische, sexy Räuberin dem preußischen Militär auf der Nase herumtanzt.“

Stummfilm-Ikone Pola Negri

Stummfilm-Ikone Pola Negri

© imago/United Archives International

Man könne sehen, wie „coole Leute die Filmsprache des neuen Mediums lernen, wie sie mit voller Hingabe ausdrucksstarke Bewegungen zeigen, ohne übertriebenen Quatsch. Nur mit Blicken, Gesten und Handlungen präsentieren sie das Grundhandwerk des Schauspielers, mit Verhalten und Persönlichkeit auch ohne Text zu überzeugen.“ Auch die Kostüme haben Peters begeistert: „Sie sind so modern!“

Gar schaurig dagegen die fünf „Unheimlichen Geschichten“ (1919) mit der Nackttänzerin Anita Berber und Conrad Veidt, die sich um eingemauerte Frauen, Selbstmörder-Club und die  rächende Hand eines Ermordeten drehen. Traurig „Der Müde Tod“ (1921) über den vergeblichen Versuch einer Frau, ihren Geliebten dem Tod wieder zu entreißen.

Die  Werke, für den Filmhistoriker Friedemann Beyer Reflexe auf das Grauen des 1. Weltkriegs, werden von Jazzern, Pop-Musikern und einem DJ musikalisch begleitet. 

Jeweils 21 Uhr, Museumsinsel, Kolonnadenhof. 24. 8.: Die Bergkatze. 25. 8.: Unheimliche Geschichten. 26. 8.: Der Müde Tod. 15 Euro

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