„Hereinspaziert zur großen Eröffnung!“ Zirkus-Direktor Kaspar Denker (49) muss nicht lange bitten. Zahlreich kamen am ersten Tag Eltern mit ihren Kindern zum „Cabuwazi“, der seine drei Zelte auf dem Vorfeld des einstigen Flughafens Tempelhof aufgeschlagen hat.
Artisten als laufende Bühne: Mit ihren Kasperle-Stücken begeisterten sie die Kinder.
© Thomas Uhlemann
Lotta (4) stürmt mit ihrem Papa Marc Scherer zu einem Artisten, um mit einem Brett auf einer Rolle zu balancieren. Das klappt schon recht gut. „Lottas Tante macht gerade eine Ausbildung zur Artistin“, sagt der Vater. „Daher ist bei Lotta der Zirkus ein ganz großes Thema.“
Kia Bunge (6) lernt bei Artisten-Erzieherin Lena Pansegrau (33), wie man auf einem Ball läuft.
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Vor einem Artisten-Wohnwagen zeigt Thilo (10) dem Zirkus-Erzieher Erik Börger (23), wie gut er schon mit zwei Halbkugeln jonglieren kann. „Ich will später unbedingt zum Zirkus, werde bestimmt ein großer Artist“, sagt der Junge. Seit zwei Jahren trainiert Thilo bei „Cabuwazi“. Denn den Zirkus für Kinder gibt es in Berlin bereits in Treptow, Kreuzberg, Neukölln und in Marzahn. Das Tempelhofer Feld ist jetzt der fünfte Standort.
Viele Familien kamen zur „Cabuwazi“-Eröffnung, die Zirkus-Band spielte im Zelt für die Besucher.
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1994 wurde „Cabuwazi“ als soziales Kulturprojekt in einem Kreuzberger Hinterhof gegründet. Der Name steht als Abkürzung für „Chaotisch bunter Wanderzirkus“. „Wir wollen Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geben, bei der sie viel Spaß haben“, sagt der Tempelhofer Zirkus-Chef Denker. In Vorstellungen zeigen die Kinder dann ihr Können.
Auch für Musik ist gesorgt worden.
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Auftritte, Training – alles ist bei „Cabuwazi“ gratis. Der Zirkus wird staatlich gefördert, bekam zahlreiche Auszeichnungen. In Tempelhof kümmert sich „Cabuwazi“ auch um Kinder der benachbarten Flüchtlingsunterkünfte. „Im Zirkus ist es normal, dass Menschen aus vielen Nationen aufeinandertreffen“, sagen die Macher. Infos unter www.cabuwazi.de
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