„Cabuwazi“

Was für ein Zirkus in Tempelhof

Im neuen „Cabuwazi“ auf dem Tempelhofer Feld sind Kinder die Stars der Manege.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Thilo (10) zeigt bei „Cabuwazi“ in Tempelhof, wie gut er schon mit Halbkugeln jonglieren kann.

Thilo (10) zeigt bei „Cabuwazi“ in Tempelhof, wie gut er schon mit Halbkugeln jonglieren kann.

© Thomas Uhlemann

„Hereinspaziert zur großen Eröffnung!“ Zirkus-Direktor Kaspar Denker (49) muss nicht lange bitten. Zahlreich kamen am ersten Tag Eltern mit ihren Kindern zum   „Cabuwazi“, der seine drei Zelte auf dem Vorfeld des  einstigen Flughafens Tempelhof aufgeschlagen hat.

Artisten als laufende Bühne: Mit ihren Kasperle-Stücken begeisterten sie die Kinder.

Artisten als laufende Bühne: Mit ihren Kasperle-Stücken begeisterten sie die Kinder.

© Thomas Uhlemann

Lotta (4) stürmt mit ihrem Papa Marc Scherer zu einem  Artisten, um  mit einem Brett auf einer Rolle zu balancieren. Das klappt schon recht gut. „Lottas Tante macht gerade eine Ausbildung zur Artistin“, sagt der Vater. „Daher ist bei Lotta der Zirkus ein ganz großes Thema.“

Kia Bunge (6) lernt bei Artisten-Erzieherin Lena Pansegrau (33), wie man auf einem Ball läuft.

Kia Bunge (6) lernt bei Artisten-Erzieherin Lena Pansegrau (33), wie man auf einem Ball läuft.

© Thomas Uhlemann

Vor einem Artisten-Wohnwagen  zeigt  Thilo (10) dem Zirkus-Erzieher Erik Börger (23), wie gut er schon mit zwei Halbkugeln jonglieren kann. „Ich will später unbedingt zum Zirkus, werde  bestimmt ein großer Artist“, sagt der Junge. Seit zwei Jahren trainiert Thilo  bei  „Cabuwazi“. Denn den Zirkus für Kinder  gibt es in Berlin bereits in Treptow, Kreuzberg, Neukölln und in Marzahn. Das Tempelhofer Feld  ist jetzt der  fünfte Standort.

Viele Familien kamen zur „Cabuwazi“-Eröffnung, die Zirkus-Band spielte im Zelt für die Besucher.

Viele Familien kamen zur „Cabuwazi“-Eröffnung, die Zirkus-Band spielte im Zelt für die Besucher.

© Thomas Uhlemann

1994 wurde „Cabuwazi“ als soziales Kulturprojekt   in einem Kreuzberger Hinterhof gegründet. Der Name steht als Abkürzung für „Chaotisch bunter Wanderzirkus“. „Wir wollen   Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geben, bei der sie viel Spaß haben“, sagt der Tempelhofer Zirkus-Chef Denker.  In Vorstellungen zeigen die Kinder dann ihr Können.

Auch für Musik ist gesorgt worden.

Auch für Musik ist gesorgt worden.

© Thomas Uhlemann

Auftritte, Training – alles ist bei „Cabuwazi“ gratis. Der Zirkus wird staatlich gefördert, bekam zahlreiche Auszeichnungen. In Tempelhof kümmert sich „Cabuwazi“ auch um  Kinder der benachbarten Flüchtlingsunterkünfte. „Im Zirkus ist es normal, dass Menschen  aus vielen Nationen aufeinandertreffen“, sagen die Macher. Infos unter www.cabuwazi.de

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