Paris hat den Eiffelturm, Venedig die Gondel, Berlin hat die M4. Die BVG sucht drei Paare, die am 11. Oktober in einer Straßenbahn heiraten möchten. Die Zeremonie findet während der Fahrt statt, rund eine Stunde lang, vom Betriebshof Weißensee entlang der Linie M4 zum Hackeschen Markt und wieder zurück. Lieblingsmenschen dürfen mit. Kosten entstehen den Paaren keine, weder für die Trauung noch für die Fahrt.
Der Anlass: Ein Werbeclip, der durch die Decke ging
Hinter der Aktion steckt eine Kampagne, die für Verkehrsbetriebe-Verhältnisse überraschend gut lief. Der Film „Die echte Stadt der Liebe“ wurde nach eigenen Angaben binnen zwei Wochen mehr als 4,7 Millionen Mal auf YouTube aufgerufen und gehört damit zu den erfolgreichsten Clips, die das Unternehmen je veröffentlicht hat.
Wer Lust auf eine außergewöhnliche Trauung hat, kann jetzt mit etwas Glück in einer Tram feiern.
© BVG
Auch die Ankündigung bekam ihren eigenen Auftritt. In einem Social-Media-Clip meldet sich Tramfahrer Oliver aus dem Fahrerstand und macht eine Durchsage, die man so selten hört: „Nächster Halt: Hochzeit in der BVG.“ Sein Versprechen laut Mitteilung: mehr Amour als unterm Eiffelturm.
Man könnte meinen, danach ist man verheiratet
Man könnte meinen, mit dem Jawort zwischen Weißensee und Hackescher Markt sei die Sache erledigt. Das Standesamt sieht das anders.
Die BVG spricht ausdrücklich von einer freien Trauzeremonie und einer symbolischen Trauung. Rechtlich verheiratet ist in Deutschland nur, wer vor dem Standesbeamten war. Wer also tatsächlich den Familienstand ändern will, braucht zusätzlich einen Termin beim Amt.
Was die Tram bietet, hat allerdings kein Standesamt: Fahrtwind, Klingelzeichen und die Möglichkeit, später sagen zu können, man habe bei der BVG geheiratet.
Bewerbungsschluss: 23. September 2026 über bvg.de/traumhochzeit, dort ist auch die eigene Liebesgeschichte zu erzählen.
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