Seit Mai hängt ein Schild an der Haltestellen, dass „aufgrund des mangelnden Baumschnitts und der daraus resultierenden Gefährdung“ die Haltestelle vom 20. Mai an aufgehoben sei. Fahrgäste müssen mehrere hundert Meter laufen, um die nächsten Haltestellen zu erreichen, klagen Anwohner.
Haltestellen-Kap könnte Lösung sein
BVG-Sprecherin Petra Nelken: „Der Bezirk hängt an dem Baum. Inzwischen haben wir einen Konsens erzielt, dass ein Haltestellen-Kap die Lösung sein könnte.“ Bei einem solchen Kap wird der Gehweg an der Haltestelle verbreitert, so dass der Bus nicht mehr dicht an den Baum herankommt.
Man arbeite auch an einer Zwischenlösung, die aber schwierig sei. Eine Verlegung der Stopps ist wegen anderer Bäume nicht möglich, heißt es in einer Mail der BVG, die dem KURIER vorliegt. Laut Petra Nelken sei das auch rechtlich kompliziert, weil Haltestellen von der Verkehrsbehörde angeordnet würden und nicht einfach verlegt werden könnten.
Die Fahrgäste werden so oder so länger auf eine Lösung warten müssen. In einer Mitteilung des Straßen- und Grünflächenamts an die BVG, die dem KURIER ebenfalls vorliegt, heißt es sinngemäß: Für das Haltestellen-Kap muss bei der Senatsverkehrsverwaltung zunächst Geld beantragt werden. Wenn denn Geld fließe, würde es dennoch dauern, bis gebaut würde – die Personalsituation im Amt sei „angespannt“. Im Jahr 2019 sei die Kap-Lösung folglich nicht zu realisieren.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com